Unicef: Kinder werden weltweit älter, leiden aber unter Klimawandel

In den letzten 30 Jahren ist die Sterblichkeitsrate bei Kindern weltweit markant gesunken. Auch leben viele Kinder heute gesünder. Es drohen aber neue Gefahren.

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New York – Zwar leben Kinder weltweit immer länger und sind auch gesünder als in den vergangenen drei Jahrzehnten, dafür sind sie aber neuen Bedrohungen wie dem Klimawandel ausgesetzt. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Kinderhilfswerks Unicef zu 30 Jahren Kinderrechte hervor. Unicef-Geschäftsführerin Henrietta Fore sagte, zusätzlich zu den anhaltenden Herausforderungen in Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bildung müssten sich Kinder heute mit neuen Bedrohungen wie dem Klimawandel, Online-Missbrauch und Cybermobbing auseinandersetzen.

Sterblichkeitsrate gesunken

In dem Bericht heißt es, die weltweite Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren sei im Vergleich zu 1989 um rund 60 Prozent gesunken. Mehr Kinder gingen in die Grundschulen und die Rechte der Kinder hätten die Gesetze in vielen Ländern positiv beeinflusst. Allerdings seien die Fortschritte nicht gleichmäßig verteilt: Die Unter Fünfjährigen in armen Haushalten stürben doppelt so häufig wie Kinder aus wohlhabenderen Haushalten in Entwicklungsländern.

Nur die Hälfte der Kinder in Ländern südlich der Sahara sei gegen Masern geimpft. Einige Mädchen seien heute stärker von einer Kinderheirat bedroht als 1989. Unicef zufolge sind Kinder am stärksten von den Auswirkungen der Klimakrise bedroht. Fore forderte „Innovation, neue Technologien, politischen Willen und mehr Ressourcen“, um das Leben der jungen Menschen zu verbessern. (dpa)

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