Entspannung in Venedig: Unwetter-Alarm in anderen Teilen Italiens

Vor allem in den Regionen Emilia-Romagna um Bologna und in der Toskana war die Lage angespannt. In Südtirol beruhigte sich das Wetter in der Nacht auf Montag weitgehend.

Mitte November wurde Venedig von einem Jahrhunderhocheasser heimgesucht.
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Rom/Venedig – Nach dem tagelangen Hochwasseralarm in Venedig ist nun etwas Entspannung in Sicht. Für die kommenden Tage werden niedrigere Wasserstände erwartet, teilte die Kommune am Sonntagabend mit. Die Schulen sollten am Montag wieder öffnen. Dafür herrscht in anderen Teilen Italiens immer noch Unwetter-Alarm. Vor allem in den Regionen Emilia-Romagna um Bologna und in der Toskana war die Lage angespannt. Der Zivilschutz warnte vor weiteren Überschwemmungen.

In Südtirol hatten heftige Schneefälle am Sonntag Chaos angerichtet. Der Höhepunkt der Niederschläge sei erreicht, die Lage solle sich im Laufe der Nacht beruhigen, twitterte Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Im Großteil Südtirols sei in den letzten 24 Stunden zwischen 50 und 70 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert worden. Später am Montag sollte es wieder regnen oder schneien.

Venedig vor Neustart

Nach der Flutwelle der vergangenen Woche versucht Venedig einen Neustart. Am Montag öffneten wieder die Schulen, die Vaporetti, die Wasserbusse der Lagunenstadt, verkehrten wieder nach Plan. Wohnungsbesitzer, Shopinhaber und Handwerker begannen, die Schäden von drei Flutwellen innerhalb einer Woche zu beseitigen.

Der Ministerrat in Rom plante am Montag eine Sitzung, um Finanzierungen für die von den Unwettern der vergangenen Tage schwer betroffenen Regionen locker zu machen. Inzwischen blieb die Lage in mehreren Teilen Italiens angespannt. Im Raum von Modena verursachten Wind und Schnee erhebliche Probleme bei Strommasten. Gemeldet wurden Stromausfälle, die 20.000 Haushalte betrafen.

In der Toskana wurde weiterhin der Pegel des Flusses Arno beobachtet, der nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Woche stark gestiegen ist. Seit 1992 war der Fluss noch nie so stark angestiegen, berichtete der Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella. 500 Personen mussten in Cecina nahe der toskanischen Hafenstadt Livorno ihre Wohnungen verlassen, weil sie von Überschwemmungen bedroht waren.

Auch der Fluss Tiber in Rom stieg stark an. In der Provinz Caserta in der süditalienischen Region Kampanien blieben am Montag die Schulen geschlossen, nachdem es in der Nacht auf Montag zu heftigen Niederschlägen gekommen war. (dpa)


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