Auf Tief Keke folgt ein Lichtblick im Unwetter-Chaos

Bereits zur Monatsmitte bricht der November Regenrekorde in Osttirol. Am Dienstag sorgt ein weiteres Italientief für Schnee und Regen, so stark wie seine Vorgänger fällt es jedoch nicht aus. Aufatmen heißt es dafür wohl ab Mittwoch.

Viele Orte in Osttirol, wie hier Kals am Großglockner, hatten in den vergangenen Tagen mit den Unmengen an Niederschlag zu kämpfen.
© APA/EXPA/JOHANN GRODER

Innsbruck – Bald darf wohl endlich aufgeatmet werden in den von Unwettern geplagten Regionen Österreichs. Ab Mitte der Woche ist eine längere ruhige Wetterphase in Sicht. Vorher steuert am Dienstag jedoch noch ein weiteres – wenn auch schwächeres – Italientief auf uns zu. „Keke“ sorgt für Regen- und Schneefall und somit weiterhin für erhöhte Murengefahr, warnt die Österreichische Unwetterzentrale.

Haushohe Regenrekorde in Osttirol

Bereits jetzt wurden an vielen Wetterstationen in Tirol, Kärnten und Salzburg neue Regenrekorde aufgestellt. Seit Monatsbeginn fielen etwa in Lienz 406 Liter pro Quadratmeter, der bisherige Novemberrekord lag mit 331 Litern weit darunter. Gar den nassesten Monat der gesamten Messgeschichte verzeichnete Virgen, am Dienstag dürfte auch Sillian diesen Rekord knacken.

Keke fällt schwächer aus als Ingmar

Das Italientief Ingmar, das am Sonntag die Einsatzkräfte in Osttirol, Oberkärnten und im Pinzgau vor große Herausforderungen gestellt hat, wird am Dienstag von seinem Nachfolger Keke abgelöst. Es muss also wieder mit Regen und Schnee gerechnet werden. „In Summe handelt es sich aber um ein wesentlich schwächeres Italientief und die Niederschlagsmengen halten sich mit 25 bis 50 Litern pro Quadratmeter in Grenzen“, prognostiziert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale.

Im Laufe des Tages steigt die Schneefallgrenze meist gegen 1400 Meter. Die Schneebruchgefahr lässt somit deutlich nach, auf den gesättigten Böden könnte es jedoch wieder zu Muren kommen. In den Hochtälern sind zudem Gleitschneelawinen möglich. Dienstagnacht lassen die Niederschläge wieder nach und machen Platz für eine längere, ruhige Wetterphase, bestätigt auch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). (TT.com)


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