Mordprozess in Leoben - Lebenslange Haft für 32-Jährigen

Ein 32-jährige Mann, der seinen Freund im Sommer mit 37 Messerstichen vermutlich aus Eifersucht getötet hat, ist am Montagnachmittag im Landesgericht Leoben von den Geschworenen einstimmig des Mordes schuldig befunden worden. Der Afghane wurde zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Er bat nach der Urteilsverkündung um drei Tage Bedenkzeit. Das Urteil ist daher noch nicht rechtskräftig.

Davor hatte Staatsanwältin Viktoria Steinecker in ihrem Schlussplädoyer für die Verurteilung plädiert: Sie sah nach der Beweisführung und der Befragung des Beschuldigten ihre Anklage bestätigt: „Es war ein Ehrenmord, kein Totschlag.“ Der 32-Jährige habe es mit seinen Schilderungen vom angeblichen Drogenkonsum am Tag der Tat übertrieben: „Er wollte uns an der Nase herumführen und uns eine Märchengeschichte auftischen.“ Bei entscheidenden Fragen fehlte ihm selektiv die Erinnerung.

Der Verurteilte soll seinen Freund im Juni mit 37 Messerstichen und einem Kehlschnitt umgebracht haben. Der Beschuldigte stritt die Tötungsabsicht und sprach vor Gericht davon, er habe sich gewehrt. Die Anklage sah aber einen „eiskalt geplanten Mord“ aus Eifersucht.

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