Widerstand gegen höhere Parkgebühren in Innsbruck

Die ÖVP erteilt der von BM Georg Willi (Grüne) vorgeschlagenen Erhöhung der Parkgebühren von 70 Cent auf einen Euro pro halber Stunde eine k...

Die geplante Erhöhung der Parkgebühren stößt in Innsbruck wie erwartet auf viel Gegenwind.
© Thomas Böhm

Die ÖVP erteilt der von BM Georg Will­i (Grüne) vorgeschlagenen Erhöhung der Parkgebühren von 70 Cent auf einen Euro pro halber Stunde eine klare Absage: Man habe die Parkraumbewirtschaftung neu, „die von der damaligen grünen Verkehrsstadträtin Sonja Pitscheider 2013 eingeführt wurde, immer abgelehnt", meint ÖVP-Verkehrssprecherin GR Mariella Lutz. Daher sei es „nur konsequent", dass man auch diese Gebühren­erhöhung ablehne.

Für GR Gerald Depaoli (Gerechtes Innsbruck) ist klar, dass die Autofahrer mit der Erhöhung, die für die Stadt Mehreinnahmen von ca. 2,5 Mio. Euro bedeute, die neue Stadtbibliothek finanzieren, „deren Kosten sich pro Jahr auf exakt diese kolportierten 2,5 Mio. Euro belaufen — und keine Kindergärten, wie Willi behauptet".

Auch von der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Innsbruck-Stadt kommt ein klares „Nein" zur geplanten Erhöhung. Das Konzept der Parkraumbewirtschaftung sei „bereits jetzt sehr wirtschaftsfeindlich", kritisiert Bezirksobmann Karl Ischia. „Parkplätze müssen erhalten bzw. ausgebaut werden, dann könnten die Gebühren gleich bleiben und die Einnahmen würden trotzdem steigen."

Die NEOS stehen der Erhöhung hingegen positiv gegenüber, sofern die Mehreinnahmen für den Ausbau der Radwege und Öffis zweckgewidmet würden. „Wertvolle öffentliche Fläche für parkende Autos zu verwenden, ist in Innsbruck einfach immer noch zu billig", erklärt dazu GR Julia Seidl. (TT)


Kommentieren


Schlagworte