Achenseebahn bekommt einen neuen Vorstand

Oberstes Gebot ist im Frühjahr die Sanierung der Flachstrecke. Dafür sieht man bei der Bahn positive Signale aus dem Landhaus.

Zwei Dampflokomotiven waren Ende der Saison einsatzfähig. Im Frühjahr soll eine dritte Lok startklar sein.
© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Jenbach –Die finanzielle Situation der Achenseebahn ist zwar nicht rosig, seit der Aufsichtsratssitzung Ende der Vorwoche gibt es aber Lichtblicke. „Man beschäftigt sich im Land intensiv mit der Sanierung der Flachstrecke zwischen dem Bahnhof Eben und Seespitz“, verrät der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Kittl. Und da ist immerhin von einem Betrag in der Höhe von vier Millionen Euro die Rede. „Die Sitzung war aus meiner Sicht sehr kreativ“, sagt er im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung.

Auch eine Befriedung im jahrelangen Rechtsstreit mit dem ehemaligen Vorstand Bernhard Marchi werde angestrebt, betont Kittl. Für ihn ist klar, dass es der Wille der neuen Aktionärsmehrheit – sprich der Gemeinden Jenbach, Eben und Achenkirch – sei, am traditionellen Bahnbetrieb festzuhalten.

Eine Änderung wird es in Sachen Vorstand geben. Georg Fuchshuber war in diesem Bereich seit 2013 tätig. Sein Vertrag geht bis zum Jahresende. „Zu weiteren Dingen will ich mich nicht äußern“, sagt Fuchshuber und fügt an, dass er seit Mitte Oktober im Krankenstand sei. Jedenfalls habe er seinerzeit die Bahn mit einem Verlust von 330.000 Euro und einem Schuldenstand von mehr als einer Million Euro übernommen. Die weiteren Wirtschaftsjahre seien positiv abgeschlossen worden. Für die Fuchshuber-Nachfolge gibt es derzeit zwei Interessenten, bestätigt Kittl. Eine Entscheidung stehe noch aus, zumal es noch keine Ausschreibung gab. Im Boot bleiben sollten laut Kittl der bisherige Betriebsleiter Heino Seeger, der auch bei der Tegernsee-Bahn tätig ist, und sein Stellvertreter Gunter Mackinger aus Salzburg. Unklar ist, was mit den Appenzeller-Garnituren passieren wird. Diese wollte Fuchshuber ursprünglich auf Elektrobetrieb umrüsten lassen. Doch die gekauften Garnituren stehen seit geraumer Zeit am Abstellgleis. „Wir werden diese zu verwerten versuchen“, meint Christian Kittl, der noch bis August 2020 Aufsichtsratsvorsitzender der Achenseebahn ist.

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