Teamchef Foda rechtfertigte Aufstellung von B-Elf in Lettland

Laut ÖFB-Präsident Leo Windtner könnte die Niederlage gegen die Nummer 143 der FIFA-Weltrangliste eine „Delle zur richtigen Zeit“ gewesen sein.

War sichtlich angefressen: Teamchef Franco Foda.
© APA

Schwechat – Auch am Tag nach dem 0:1 zum EM-Qualifikationsabschluss in Lettland war Österreichs Fußball-Teamchef Franco Foda von der Richtigkeit seiner Entscheidung überzeugt, in Riga eine B-Elf aufs Feld zu schicken. „Es war wichtig, etwas auszuprobieren. Ich würde es wieder so machen“, sagte der Deutsche am Mittwoch nach der Ankunft in Wien-Schwechat.

Nur eine Maßnahme bereut Foda - das Training am Sonntag, dem Tag nach geschaffter EM-Qualifikation, abgesagt zu haben. „Wenn wir wieder einen ähnlichen Erfolg gemeinsam haben sollten, würden die Spieler wieder frei bekommen und könnten wieder feiern, aber wir würden definitiv am nächsten Tag trainieren. Das wäre besser gewesen, einfach um die Sinne zu schärfen“, erklärte der 53-Jährige.

„Man muss von jedem Einzelnen mehr erwarten“

Die Leistung gegen Lettland lag Foda auch noch am Mittwoch im Magen. „Das Spiel war nicht zufriedenstellend. Man muss von jedem Einzelnen mehr erwarten können, und man muss auch mit diesen vielen Veränderungen in der Lage sein, gegen Lettland zu gewinnen.“

Ähnlich äußerte sich ÖFB-Präsident Leo Windtner. „Es war ein berechtigter Versuch, den zweiten Anzug auszuprobieren, und der hat nicht gepasst. Schade, dass viele, die ihre Chance gesucht haben, diese nicht genützt haben.“

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„Dürfen nicht in Selbstzufriedenheit verfallen“

Der Verbandschef deutete an, dass sich nach dem Erfolg vom Samstag und der darauffolgenden Party Unkonzentriertheiten in die Mannschaft eingeschlichen haben könnten. „Wir dürfen nicht zu rasch in Selbstzufriedenheit verfallen“, forderte Windtner.

Laut dem Oberösterreicher könnte die Niederlage gegen die Nummer 143 der FIFA-Weltrangliste eine „Delle zur richtigen Zeit“ gewesen sein, nachhaltiger Schaden in punkto Fan-Unterstützung sollte dadurch keiner entstanden sein. „Ich bin überzeugt, dass die Euphorie im nächsten Jahr zurückkehrt“, betonte Windtner. (APA)


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