Instagram klagt neue Stalker-App „Ghosty“, Usern drohen Konsequenzen

Nach der App „Like Patrol“ geht es auch der Anwendung „Ghosty“ an den Kragen. Diesmal bringt Instagram selbst die Klage gegen die vermeintliche Stalking-Plattform ein.

Symbolfoto.
© AFP

Menlo Park — Die Social-Media-Plattform Instagram geht gerichtlich gegen die Spionage-App „Ghosty" vor, die Usern das Stalking von privaten Instagram-Profilen ermöglicht. Nutzer von Ghosty müssen ihre eigenen Profile zur Verfügung stellen. So werden Kundendaten gesammelt und die User der App können einander ausspionieren.

„Diese App verstößt gegen unsere Richtlinien. Wir schicken eine Unterlassungsaufforderung an die Betreiber von "Ghosty" und weisen sie an, sämtliche Aktivitäten auf Instagram sofort einzustellen. Nutzer dürfen keinen Aspekt ihres Accounts kaufen, verkaufen oder übertragen", erklärt ein Sprecher von Instagram-Eigentümer Facebook.

"Ghosty" fordert Nutzer dazu auf, ihre eigenen Kontodaten zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus müssen User auch mindestens einen Freund einladen, die App ebenfalls zu nutzen. Indem "Ghosty" so immer mehr Nutzerdaten ansammelt, kann die Anwendung ihren Usern private Profile zeigen. Die App finanziert sich durch Werbung und zwingt User regelmäßig zu Zahlungen, um noch mehr private Profile stalken zu können.

Laut der Website Android Police ist "Ghosty" keine neue App. Sie ist seit April 2019 im Play Store erhältlich und hatte bereits 500.000 Downloads. Die Anwendung hat also bereits eine große Menge an Nutzerdaten angesammelt. Nicht nur "Ghosty" selbst verstößt gegen die Richtlinien von Instagram, sondern die User der App. Für sie könnte es auch Konsequenzen geben, im schlimmsten Fall könnten sie von Instagram verbannt werden. (pte, TT.com)

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