Erzählabend der Ötztaler Museen: Heuziehen in Längenfeld

Am Freitagabend um 19 Uhr findet sich im Gedächtnisspeicher in Längenfeld-Lehn ein Kreis erfahrener Heuzieher zusammen.

Das Heuziehen war eine nicht ungefährliche Arbeit.
© Naturpark Zillertal

Längenfeld — Zu Beginn eines neuen Winters widmen die Ötztaler Museen dem aussterbenden Wissen rund um das Heuziehen einen eigenen Erzählabend. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde fast im gesamten Tal das einst so wertvolle Heu mühevoll in den Sommerwochen auf den Bergmahden gemäht, dann getrocknet und in Form von „Traglen" in die Piller eingebracht. Dort wurde das Tierfutter bis zum Winter gelagert. Sobald es die Schneeverhältnisse zuließen, mussten die Heu-„Pürlen" schließlich unter großen Anstrengungen gebunden werden und mit Schlitten ins Tal gefahren und gezogen werden.

Hier halfen stets mehrere Männer zusammen, da diese Arbeit alleine nicht zu bewältigen war. Das Wissen um die Details dieser Techniken wird heute nur noch von wenigen Familien gepflegt. Zum Beispiel in Längenfeld.

Am Freitagabend um 19 Uhr findet sich im Gedächtnisspeicher in Längenfeld-Lehn ein Kreis erfahrener Heuzieher zusammen.

Anhand von Videos, Fotografien und auch Anekdoten geben sie Einblick in das von Generation zu Generation überlieferte Wissen rund um den Heutransport. Vor dem Museum wird sogar eigens ein „Pürle" gebunden, um möglichst anschaulich die Gerätschaften und Techniken zu erklären. (TT)


Kommentieren


Schlagworte