Nordkoreas Machthaber schlug Einladung Südkoreas aus

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hat eine Einladung des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in zur Teilnahme an einem Sondergipfel mit der südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) ausgeschlagen. Nordkorea sei zwar dankbar für die Einladung, doch gebe es keinen „richtigen Grund“ für Kim, in der nächsten Woche zu der Veranstaltung hinzufahren, vermeldeten Staatsmedien am Donnerstag.

Der Regierung in Seoul wurde vorgeworfen, bei der Lösung innerkoreanischer Probleme von den USA abzuhängen und die Vereinbarungen Kims mit Moon bei ihren drei Gipfeltreffen nicht eingehalten zu haben. Das Südkorea-ASEAN-Treffen findet von Montag bis Dienstag aus Anlass der 30-jährigen Partnerschaft der beiden Seiten statt. Seoul hatte gehofft, auch die derzeit stagnierenden innerkoreanischen Beziehungen wieder anstoßen zu können, sollte Kim ebenfalls daran teilnehmen.

„Zu einem Zeitpunkt, da die in Panmunjom, Pjöngjang und am Paektu-Berg gemachten Versprechungen nicht umgesetzt wurden, wäre ein Treffen der Anführer Nord- und Südkoreas nicht mehr als eine Formalität“, hieß es nun aus Pjöngjang. Moon und Kim hatten sich im vergangenen Jahr zweimal im Grenzort Panmunjom und einmal im September in der nordkoreanischen Hauptstadt zu bilateralen Gipfeln getroffen. Von Pjöngjang aus machten sie auch einen Ausflug zum Paektu.

Beide Seiten erklärten unter anderem, dass eingefrorene Wirtschaftsprojekte beider Länder nach Möglichkeit wieder in Gang gebracht würden. Der Umsetzung stehen der ungelöste Streit über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm sowie die internationalen Sanktionen gegen die kommunistische Führung Pjöngjangs im Weg.

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