Weitenjagd der Skispringer beginnt im polnischen Wisla

Zum dritten Mal in Folge ist Wisla in Polen am Freitag Schauplatz des Auftakts der Skispringer. Sechs ÖSV-Adler greifen in der Quali an.

Die ÖSV-Adler rund um Philipp Aschenwald, Gregor Schlierenzauer und Stefan Kraft (v. l.) starten in den Weltcup-Winter.
© gepa

Wisla — „Wir können einen auf dem Stockerl haben. Wir können aber auch keinen einzigen unter den Top Ten haben." Der Saisonstart ist auch für ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder, der in seine zweite Saison geht, ein Sprung ins Ungewisse. Dennoch blickt der Tiroler vorsichtig optimistisch auf die Qualifikation (Freitag 18 Uhr/Eurosport) für den Einzel-Weltcup am Sonntag. Am Samstag bildet ein Team-Bewerb den Auftakt für einen Skisprung-Marathon in 36 Etappen. Nicht weniger als 30 Einzel- und sechs Team-Bewerbe samt Vierschanzen-Tournee und Raw-Air-Serie stehen bis zum Finale in Planica (SLO) auf dem Programm. Vom 19. bis 22. März steigt dort die Skiflug-WM.

Die ÖSV-Adler wollen Turbulenzen wie im Vorjahr, als das erfolgsverwöhnte ÖSV-Team bis Weihnachten den Erwartungen hinterhersprang, bereits in Wisla vermeiden. Stefan Kraft fühlt sich am Startort wohl: „Ich halte den Schanzenrekord (139 m, Anm.) und habe 2015 gewonnen. Ich kann hier also schon sehr weit springen. Und im Team lief es für uns eigentlich immer gut." Im Vorjahr wurde das ÖSV-Quartett in Besetzung Michael Hayböck/Clemens Aigner/Daniel Huber/Kraft Dritter hinter Polen und Deutschland und 2017 gleichauf mit Polen Zweiter hinter Norwegen.

Das Aufgebot für das Teamspringen wird Felder erst nach der Qualifikation bekannt geben. Der Stubaier Gregor Schlierenzauer könnte Teil davon sein, auf der Malysz-Schanze tat sich der 29-Jährige zuletzt aber schwer. „Man weiß nicht, wo man steht. Aber ich habe das schon ein paar Mal erlebt und bin daher recht gelassen." Der Zillertaler Philipp Aschenwald hofft auf ein Erfolgserlebnis: „Ich bin letztes Jahr blöderweise mit einem Sturz in die Quali gestartet. Es hat gedauert, bis ich in Schwung gekommen bin." (APA, ben)

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