Ökostromförderkosten für Haushalte steigen 2020 um ein Drittel

Ursache für den Preisanstieg seien laut Arbeiterkammer auch die Sonderförderungen für Photovoltaik, Wasserkraft, Windkraft und Biomasse, die kürzlich beschlossen wurden.

Das zu Jahresbeginn beschlossene Biomasse-Grundsatzgesetz sieht vor, dass 47 alte Biomasseanlagen in den nächsten drei Jahren eine Förderung in Höhe von insgesamt 150 Mio. Euro (sogenannte „Nachfolgetarife“) erhalten sollen.
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Wien – Die Ökostromförderkosten werden 2020 deutlich steigen. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden werde kommendes Jahr 93 Euro zahlen, um gut ein Drittel mehr als heuer mit rund 70 Euro. Dies geht laut Arbeiterkammer aus der in Begutachtung befindlichen Ökostromförderbeitragsverordnung hervor. Die E-Control hat Mitte Oktober für 2020 mit 89 Euro gerechnet.

Ursache für den Preisanstieg seien auch die Sonderförderungen für Photovoltaik, Wasserkraft, Windkraft und Biomasse, die in der letzten Parlamentssitzung vor den Nationalratswahlen beschlossen wurden, so die Arbeiterkammer am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

In einzelnen Bundesländern könne es aber noch teuer werden: Das zu Jahresbeginn beschlossene Biomasse-Grundsatzgesetz sieht vor, dass 47 alte Biomasseanlagen in den nächsten drei Jahren eine Förderung in Höhe von insgesamt 150 Mio. Euro (sogenannte „Nachfolgetarife“) erhalten sollen. Hier richte sich die Höhe der Förderkosten nach der Anzahl der von dieser Landessonderförderung begünstigen Biomasseanlagen. Diese Landes-Ökostromförderkosten werden separat auf der Jahresstromrechnung ausgewiesen, die damit noch unübersichtlicher werde.

Die Stromrechnung besteht aus drei Komponenten: dem reinen Energiepreis, hier ist ein Lieferantenwechsel möglich, den Netzkosten sowie Steuern und Abgaben wie beispielsweise dem Ökostromförderbeitrag. (APA)


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