Küken statt Smartphone: Indonesische Kinder werden „hühnerisiert“

Die Großstadt Badaung verschenkt Küken an Kinder, um diese weg vom Smartphone zu bekommen. Am Freitag fiel der Startschuss für die Kampagne, die unter dem Namen „Hühnerisierung“ läuft.

Die ersten Tiere saßen bei der Übergabe in kleinen Käfigen, an denen ein Schild mit der Bitte „Pass gut auf mich auf“ hing.
© AFP

Bandung – Küken statt Smartphone: In der indonesischen Großstadt Bandung verschenken die Behörden 2000 Küken an Schüler, um die Kinder von ihren Handys wegzubekommen. Bürgermeister Oded Danial gab nach Zeitungsberichten vom Freitag den Startschuss für die Kampagne, die unter dem Namen „Hühnerisierung“ läuft.

Die ersten Tiere saßen bei der Übergabe in kleinen Käfigen, an denen ein Schild mit der Bitte „Pass gut auf mich auf“ hing. Der Bürgermeister sagte der Zeitung Kompas (Freitag), es gehe auch darum, den Kindern Verantwortungsgefühl zu vermitteln.

„Sie werden Disziplin lernen“

„Unser Ziel ist nicht nur, die Kinder von den Handys wegzubekommen. Sie sollen auch lernen, Tiere zu lieben und Verantwortung zu übernehmen.“ Die Schüler sollen die Küken morgens füttern, bevor sie in die Schule gehen, und abends wieder. „Sie werden Disziplin lernen“, so der Bürgermeister.

In Indonesien, dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt, verbringen Schulkinder nach einer kürzlich veröffentlichten Studie im Durchschnitt jeden Tag drei Stunden im Internet. Zehn Prozent sind darin pro Tag sogar zehn Stunden unterwegs. Bandung auf der Insel Java hat etwa 2,5 Millionen Einwohner. (APA/dpa)

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