Judo-Kämpferin Unterwurzacher bleibt das Verletzungspech treu

Die Tirolerin Kathrin Unterwurzacher zog sich die bereits dritte Knieverletzung zu und bangt um ihr Olympia-Ticket für Tokio.

Eine Knieverletzung wirft die Tiroler Judo-Kämpferin Kathrin Unterwurzacher im Kampf um ein Olympia-Ticket für Tokio weit zurück.
© gepa

Von Benjamin Kiechl

Innsbruck – Jährlich grüßt das Murmeltier bei Kathrin Unterwurzacher. „Es ist die dritte Verletzung hintereinander, und immer genau zu dieser Jahreszeit“, erzählte die Tiroler Judokämpferin enttäuscht. Was war passiert? Beim Abschlusstraining für den Grand Slam in Osaka (JPN) verletzte sich die 27-jährige Olympiahoffnung erneut. „Es war eine blöde Situation. Ich habe mein Knie verdreht und hatte danach Schmerzen.“

Bittere Diagnose

Nach einer MRT-Untersuchung bei Jürgen Oberladstätter war es traurige Gewissheit: Kreuzbandeinriss im rechten Knie und zwei Monate Zwangspause. „Das ist in der heißen Phase um ein Olympia-Ticket sehr bitter“, weiß Unterwurzacher, die sich in den zwei Jahren zuvor jeweils das Kreuzband im rechten Knie gerissen sowie im linken Knie das Kreuzband eingerissen hatte.

Nach einem starken Herbst mit Siegen beim Grand Prix von Taschkent (UZB) und den Oceania Open in Perth (AUS) durfte sich die Tirolerin in der Kategorie bis 63 kg über einen Riesensprung im Olympia-Ranking freuen. Nun geht es in die andere Richtung, erst im Frühling kann Unterwurzacher wieder auf die Matte. „Ob ich dann bereits in Top-Form bin, ist die Frage.“ Noch ist der Zweikampf mit Magdalena Krssakova um das Olympia-Ticket offen. Auch die Wienerin ist derzeit verletzt und wird erst beim Masters im Dezember ihr Comeback geben.

Graf kämpft sich zurück

Auf einen versöhnlichen Saisonabschluss hofft auch die Tulferin Bernadette Graf (bis 78 kg). Die Trainingspartnerin von Unterwurzacher zog sich im Oktober einen Seitenbandeinriss zu und hofft auf mehr Glück im Olympia-Jahr 2020.

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