Inzinger Ringer blicken nach Bronze in strahlende Zukunft

Nach Bundesliga-Bronze hat der RSC Inzing Lust auf mehr. Hötting gewann im Innsbrucker Derby gegen Arzl knapp mit 31:28.

Über 100 Inzinger jubelten beim KSV Götzis über einen 30:26-Sieg und damit Bundesliga-Bronze.
© Walder

Von Benjamin Kiechl

Inzing, Innsbruck –Wenn bärenstarke Ringer sentimental werden, dann ist etwas Besonderes passiert. Am Samstagabend beim 30:26-Sieg im Bronzekampf gegen den KSV Götzis war so ein Moment. Die Ringer des RSC Inzing durften mit dem Gesamt­score von 70:42 die Bundesliga-Bronzemedaille feiern. „Es war gewaltig“, sagte Polizeisportler Michael Wagner euphorisiert und bedankt­e sich bei rund 100 mitgereisten Fans. Gefeiert wurde nicht nur bei der Rückfahrt im „Partybus“, sondern auch bis in die frühen Morgenstunden in Innsbruck.

Inzing hat das selbst gesteckte Ziel Bundesliga-Medaille erreicht und dementsprechend glücklich bilanzierte Obmann Klaus Draxl: „Wir sind mittlerweil­e ganz vorne angekommen in der Liga, wir können Top-Teams wie Klaus und Götzis schlagen.“ Einzig Serienmeister Wals sei noch ein Stück weit weg. „Wir werden in den nächsten Jahren weiterarbeiten, der Weg ist der richtige“, hielt Draxl fest und freut sich auf eine strahlende Zukunft.

Höttings Stefan Margic beendete seine Ringer-Laufbahn.
© AC Hötting

Neben den Top-Ringern rund um Wagner und Daniel Gastl zeigten in dieser Saison die Jungen auf: Aker Al-Obaidi ist aus der Mannschaft kaum noch wegzudenken. Jakob Saurwein und Martin Ennemoser konnten die Lücke in den unteren Gewichtklassen schließen. „Jeder im Team kann Punkte beisteuern, wir haben super zusammengearbeitet“, betonte Wagner, der so wie Daniel Gastl um ein Olympia-Ticket kämpft, den Team-Spirit.

Während sich Inzing in den Top drei der Liga etabliert hat, kämpften der AC Hötting und ACV Innsbruck am Wochenende im Innsbrucker Derby ums Prestige. Hötting-Obmann Franz Pitschmann freute sich über einen 31:28-Sieg zum 80-Jahr-Vereins­jubiläum. Zudem verabschiedete sich Vereins-Urgestein Stefan Margic (50) nach 30 Jahren auf der Matte mit einem Sieg in die Sportler-Pension. Grund zum Feiern hatte aber auch der AC Vollkraft in seinem 60. Bestandsjahr: Die Arzler beendeten die Saison auf Platz sieben und damit einen Rang vor Erzrivale Hötting.

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