Suzuki Vitara: Ein gern gesehener Dauergast

Elf Monate lang erwies sich der Suzuki Vitara als treuer, zuverlässiger Begleiter. Dabei überzeugte der Dauertester mit einer Vielzahl von Talenten und verzichtete auf unangenehme Überraschungen.

Selbst wenn die Straßen einmal nicht mit Asphalt bepflastert sind, der Suzuki Vitara gibt sich dank Allradantrieb keine Blöße.
© Letzner

Von Lukas Letzner

Inzing – Wie schnell einem die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt, merkt man an den unterschiedlichsten Dingen. In unserem Fall war es kürzlich ein eher trauriger Anlass, der uns aufzeigte, wie schnell doch ein Jahr vergeht. Genauso lange ist es nämlich her, dass der Suzuki Vitara seinen Platz im TT-Dauertest-Fuhrpark eingenommen hat. In all der Zeit hat er uns tagtäglich begleitet. Egal ob wir mit ihm zur Arbeit pendelten, einen Wochenendausflug nach Italien unternahmen, geschäftlich unterwegs waren oder uns einfach nur in den Urlaub verabschiedeten – der Suzuki Vitara wusste uns auf immerhin 22.500 gefahrenen Kilometern und in jeder Lebenslage von seinen Qualitäten zu überzeugen.

Da wäre beispielsweise der Antrieb. Zwar hören sich die 140 PS, die der 1,4-Liter-Vierzylinder auf alle vier Räder aufteilt, nach nicht besonders viel an, doch der aufgeladene Benziner hat mit den 1,2 Tonnen, die der Vitara auf die Waage bringt, leichtes Spiel. Dank des maximalen Drehmoments von 220 Newtonmetern – welches übrigens schon ab 1500 Touren anliegt – erklimmt der Vitara selbst in beladenem Zustand jede Steigung. Wer es gerne ein bisschen sportlicher angeht, der kann mittels Sport-Modus die Kennlinie des Gaspedals empfindlicher einstellen.

Trotz seiner kompakten Abmessungen schlägt sich der Vitara auch auf der Langstrecke hervorragend und punktet mit ausreichend Fahrkomfort. Fahrwerk und Federung dämpfen Bodenwellen gekonnt und halten selbst grobe Schläge von den Insassen fern. In Kombination mit der unkompliziert arbeitenden Sechsgang-Handschaltung und der leichtgängigen, aber direkt abgestimmten Lenkung geht es stets mühelos und sicher voran. Unterstützt wird das zudem von allerhand Extras, die unser Dauertester an Bord hatte. Assistenzsysteme wie zum Beispiel ein Spurhalteassistent, ein adaptiver Tempomat, eine Rückfahrkamera sowie eine Bergan- und -abfahrhilfe erleichtern das Leben ungemein, vor allem wenn es auf den Autobahnen einmal hektischer oder auf Bergstraßen etwas enger wird. Hier ist freilich die subkompakte Bauweise vorteilhaft, ein ausgewachsenes SUV hätte da teils Mühe. Eine weitere Qualität, auf die man im Alltag nicht verzichten möchte, ist ausreichend Platz. Wir haben uns ehrlich gesagt mehr als nur einmal die Frage gestellt, wie das Gepäck angesichts der 375 Liter Stauraum, die der Vitara maximal freigab, unterkommen soll. Doch jedes Mal waren wir erstaunt, wie mühelos die Heckklappe Tasche für Tasche hinter sich verschwinden ließ. Zudem bietet der Vitara zahlreiche Ablagen im Fahrgastraum, sodass jedes erdenkliche Utensil sicher verstaut werden kann. Alles in allem war uns der Suzuki Vitara in jeder Situation ein treuer Begleiter, der sich während unseres Tests keine Panne erlaubte. Allerdings hat unser Paket auch seinen Preis. Zwar ist der Vitara bereits ab 18.990 Euro zu haben, für unsere Variante muss man aber fast 10.000 Euro mehr, nämlich 28.590 Euro, über den Ladentisch reichen.

Wenn es sein muss, dann weiß der Vitara, wie man einsteckt.
© Letzner

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