Unsinniger Donnerstag in Reutte bleibt — aber mit neuem Gesicht

Die Faschingsnarren können aufatmen: Der Umzug am Unsinnigen Donnerstag in Reutte ist gesichert. Es gibt aber viele Neuerungen, wie das Aus für das Discozelt im Park.

Tausende Zuschauer säumen alljährlich beim großen Faschingsspektakel die Straßen und beklatschen die teilnehmenden Gruppen.
© Tschol

Von Simone Tschol

Reutte –„Zentrumsbelebung“ heißt derzeit das Schlagwort in der Marktgemeinde Reutte. Ein Teil dieser Initiative ist auch die Umgestaltung des Parks im Untermarkt. Wochenlang wurde dort gebaggert, kein Stein blieb auf dem anderen (die TT berichtete). Dies stellte die Faschingsgilde Reutte vor ganz neue Herausforderungen. Denn der Park steht nun nicht mehr als Veranstaltungsort für die Party nach dem großen Umzug am Unsinnigen Donnerstag zur Verfügung.

„Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie der Unsinnige Donnerstag in Zukunft aussehen soll, und für uns gab es eigentlich nur eine Lösung. Die Veranstaltung soll sich in Reutte abspielen und nicht irgendwo außerhalb“, heißt es von Seiten der Faschingsgilde.

Nicht gerüttelt wird an der „Laufstrecke“ der Umzugs­teilnehmer. Der Tross wird sich am 20. Februar 2020 wie gehabt in der Ehrenberg­straße sammeln und von dort durch den Obermarkt in den Untermarkt ziehen.

„Das Neue wird heuer sein, dass sich im Untermarkt Stände, kleine Buden und Barwägen entlang der Straße aufstellen und der Untermarkt zu einer Faschingsmeile wird“, erklärt Obmann Stefan Ruepp und fügt hinzu: „Das bedeutet auch, dass es kein Discozelt mehr geben wird und sich alles draußen abspielen wird.“

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Dies ist jedoch nicht die einzige Neuerung. Ruepp weiter: „Wir möchten auch den Umzug selbst für die Zuschauer attraktiver gestalten und werden deshalb keine reinen Barwägen mehr am Umzug mitfahren lassen. Unsere Idee wäre, dass die Barwägen schon am Vormittag im Untermarkt aufgestellt werden können und die Gruppe bzw. der Verein als Fußgruppe oder gern auch mit einem Aufführungswagen am Umzug teilnimmt.“ Die aktive Teilnahme am Faschingsumzug ist Bedingung für das Aufstellen eines Barwagens/einer Bar.

Ruepp hofft, dass das neue Konzept bei den Teilnehmern und Besuchern ankommt „und wir hoffen natürlich auch, dass die Lokale in Reutte für die Maschgerer ihre Türen öffnen“.


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