Letztes Aufgebot: Das Eishockey-Wunder blieb aus

Gleich sechs (!) fehlende Legionäre sprachen die Innsbrucker Haie gestern bei der 2:7-Niederlage gegen Fehervar von jeder Schuld frei. Das letzte Aufgebot spielte zu Beginn stark und lag kurz mit 2:0 in Führung.

Angesichts langer Ausfallsliste konnte HCI-Eigengewächs Michael Kuprian (r.) gestern gegen Fehervar viel Eiszeit sammeln.
© Amir Beganovic

Von Alex Gruber

Innsbruck –Vier prominente Ausfälle (Spurgeon, Sedivy, Lammers, Zajc) nannte Headcoach Rob Pallin schon am Montag. Und statt dass einer über Nacht noch gesund wurde, erkrankten mit Sacha Guimond und Caleb Herbert am Matchtag zwei weitere Legionäre. Angesichts dieser eklatanten Personalnot ließ sich Flo Pedevilla, gestern Kapitän, mit schwerer Schulterverletzung vor der nahenden Operation fit spritzen. Mehr Härte geht (fast) nicht.

Die Haie mussten gestern auf Youngsters setzen: Mike Kuprian (18) spielte in einer „Pradler Sturmreihe“ mit Lukas Bär und Clemens Paulweber, abwechselnd kam für ihn auch Marcel Westerthaler (20) aufs Eis. Verteidiger Jan Lattner rückte als gelernter Stürmer nach vorne und machte ordentlich Betrieb. Die Aussicht auf Erfolg war gestern gemäß der Papierform aber minimal.

Im ersten Drittel machte das vor allem offensiv letzte Aufgebot der Haie aber einen richtig guten Job. Lattner und Co. waren durchaus an der Führung dran, in den Drangperioden der Ungarn war Goalie Scott Darling stets höchst aufmerksam auf seinem Posten.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts roch es sogar ein paar Minuten nach einem Eishockey-Wunder. Zunächst schlenzte Lattner die Scheibe zum 1:0 (21.) in den Winkel, dann setzte Mike Boivin im ersten Powerplay mit einem satten Schlagschuss sogar noch das 2:0 (23.) drauf. Die Freude hielt aber nicht lange, weil Fehervar dann binnen 128 Sekunden vier Treffer machte: Zwischen den ersten beiden Gegentreffern lagen nur 33 Sekunden, zwischen Treffer Nummer drei und vier gar nur 16. Ein fünftes Tor gab es obendrauf. Die dezimierten Hausherren gerieten, wie es zu erwarten war, ordentlich ins Schwimmen und fanden sich nach 40 Minuten mit einem 2:5-Rückstand wieder.

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Nach dem 2:6 kam Rene Huber für Darling und feierte sein Heimdebüt. Letztlich war beim 2:7 trotz tapferer Gegenwehr nichts zu holen.

Erste Bank Liga

HC IBK — Fehervar 2:7 (0:0, 2:5, 0:2). 1500.

Tore: Lattner (21.), Boivin (23./PP) bzw. Sarauer (28.), Sarpatki (28.), Yogan (29.), Erdely (30.), Koger (33./PP), Tikkanen (47.), Campbell (56.).

Nächstes Match; Freitag: HC IBK — Linz (19.15 Uhr).

1.Salzburg 19 74:38 42

2.Bozen 19 62:51 35

3.Vienna 19 58:51 34

4.KAC 19 60:41 33

5.Villach 19 63:48 33

6.Linz 19 62:52 33

7.Graz 19 48:59 28

8.Znojmo 20 65:7 127

9.Fehervar 21 57:72 25

10.HC IBK 21 63:91 21

11.Dornbirn 19 36:74 10


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