Tirolerin Ager nach zweiter Kreuzband-OP: „Das wird mich stärker machen“

Binnen acht Monaten riss sich Ski-Ass Christina Ager zum zweiten Mal das Kreuzband. Die 24-jährige Söllerin blickt nach dem Saison-Aus kämpferisch voraus.

Nach der gelungenen Operation konnte die Söllerin Christina Ager schon wieder positiv in die Zukunft blicken.
© Ager

Von Roman Stelzl

Innsbruck — All die Arbeit für das Comeback, all der Einsatz, all die Hoffnung — und dann war in einem Augenblick alles weg. „Im ersten Moment wollte ich alles hinschmeißen. Da fragst du dich schon: Ist es das alles wirklich wert? Die Enttäuschung war einfach riesengroß, das war schwer zu akzeptieren", blickt Skirennläuferin Christina Ager auf das erste Abfahrts-Training in Copper Mountain (USA) zurück.

Bei der Landung nach einem Sprung bremste die 24-jährige Söllerin mit Knieschmerzen ab. Der erste Verdacht war schockierend. Und er sollte sich nach der Heimreise nach Innsbruck bestätigen: Riss des vorderen Kreuzbandes, Einriss des Innen- und Außenmeniskus sowie der Kapsel im rechten Knie. Und damit verbunden: das Saison-Aus. Nur acht Monate nach dem Kreuzbandriss im März bei den österreichischen Meisterschaften.

Die Operation bei Dr. Christian Hoser am Sonntag in Hochrum verlief gut — schon bald war der Optimismus zurück bei der Ex-Technikerin und nunmehrigen Speed-Spezialistin, die als Abfahrts-Neunte von Cortina (ITA) und Kombi-Sechste von Crans Montana (SUI) zu Jahresbeginn groß aufzeigte. „In allem kann man etwas Positives sehen. Ich bin mir sicher, dass mich das noch stärker macht", meinte Ager. Von einer zu frühen Rückkehr wollte die Jugend-Olympiasiegerin nichts wissen: „Es gibt wohl keinen Sportler, der nach acht Monaten nicht zurückkehrt, wenn er fit ist. Wir hinterfragen immer alles in unserem Sport. Aber ich habe richtig gut trainiert und war körperlich fit. Und ich habe mich stark gefühlt, da war klar, dass ich fahre."

Fürs Erste ist nun Pause angesagt. Vier Wochen sind die Krücken Begleiter, sechs Monate Ski-Pause sind obligatorisch. Erholen wird sich Ager zuhause auf der Stöcklalm in Söll, auch wenn die Familie auf Mithilfe im Betrieb verzichten muss. „Ich habe ja gefühlt noch kein Weihnachten zuhause verbracht", schmunzelt Ager: „Jetzt habe ich eben für andere Dinge Zeit."

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