Tux und Zell: Neue TVB-Führungsriege ist großteils die alte

In Tux und in Zell fanden am Dienstagabend die Jahreshauptversammlungen der jeweiligen Tourismusverbände statt.

Der neu gewählte Vorstand des TVB Tux-Finkenberg: 1. Obmann-Stv. Matthias Dengg, Margit Eder, Obmann Markus Tipotsch, 2. Obmann-Stv. Franz Tipotsch (von links).
© TVB Tux-Finkenberg

Von Angela Dähling

Zell a. Z., Tux –Nicht viel Neues brachten am Dienstagabend die Neuwahlen beim Tourismusverband Tux-Finkenberg. Es gab nur einen Wahlvorschlag in allen drei Stimmgruppen. „Das ist ein Zeichen des Zusammenwachsens. Tux und Finkenberg wurden ja vor 13 Jahren touristisch verheiratet“, meint TVB-GF Hermann Erler.

Markus Tipotsch bleibt weiterhin Obmann mit Matthias Dengg als Stellvertreter. Neu ist der zweite Obmann-Stv. Franz Tipotsch, nachdem Markus Steindl nicht mehr kandidierte. „Da alle aus Tux sind, erweitert Margit Eder aus Finkenberg wieder als kooptiertes Mitglied den Vorstand“, erläutert Markus Tipotsch. Für seine 36 Jahre lange Tätigkeit als TVB-Funktionär wurde Klaus Dengg von LHStv. Josef Geisler geehrt. Mit ihm schieden auch Ferdinand Dengg und Leonhard Stock aus dem Vorstand aus. Olympiasieger Stock wurde für zehn Jahre TVB-Funktionär und seine Funktion als prominenter Tux-Finkenberg-Botschafter ebenfalls geehrt. Neu im Vorstand sind: Magdalena Klausner, Sabine Geisle­r, Andreas Dengg und Mario Krupik.

Christian Daum, TVB-GF Zell-Gerlos: „Wir sollte gemeinsam in eine Richtung schauen, einige alte Wege verlassen und was Neues angehen.“
© Dähling
Klaus Dengg (l.) und Leonhard Stock wurden geehrt.
© TVB Tux-Finkenberg

„Im abgelaufenen Tourismusjahr konnten wir die Nächtigungen bei 175 Vollbelegstagen um 1,4 Prozent auf rund 1,38 Mio. steigern“, berichtete TVB-GF Erler. Tipotsch ergänzt: „Allein im Winter bringen wir es auf 114 Vollbelegstage und sind damit tirolweiter Spitzenreiter.“

Gestern (nach Redaktionsschluss) standen auch bei der Achensee Tourismus GmbH Neuwahlen an. Keine Wahlen dagegen Dienstagabend bei der Jahreshauptversammlung des TVB Zell-Gerlos/Zillertal Arena: Der neue Geschäftsführer Christian Daum veranschaulichte, wie unterschiedlich Zell und Gerlos bezüglich Gäste- und Beherbergungsstruktur aufgestellt sind. In Zell kommen 58 % der Gäste aus Deutschland, 14 % aus den Niederlanden. In Gerlos sind 40 % Holländer und 38 % Deutsche. In Gerlos verteilen sich die knapp 4300 Gäste­betten auf 183 Betrieb­e. 19 sind davon Viersterne­hotels und 94 Privatquartiere. In Zell (2950 Gästebetten) und seinen umliegenden Berg­gemeinden (3275 Gästebetten) gibt es mehr als doppelt so viele Beherbergungsbetriebe: nämlich 456, von denen jedoch fast 400 Privatquartiere nur zwölf Top-Hotels sind.

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Diese Unterschiedlichkeit sei eine Herausforderung, berge aber auch viele Chancen, meinte Daum. Die Nächtigungen sind im Tourismusjahr 2019 in Gerlos um 1,86 % auf 667.500 gestiegen, wobei im Winter ein leichtes Minus (0,08 %), im Sommer dagegen ein Plus von 5,84 % erreicht wurde. In Zell und Umgebung fiel das Winterminus mit 2,5 % deutlicher aus. Das konnte auch das Sommerplus (2,27 %) nicht wettmachen. In Summe gab’s einen leichten Rückgang um 0,66 % auf 734.500 Nächtigungen. Neuerlich rückläufig auch der Umsatz beim Gauder Fest mit 83.310 Euro. 2016 lag er bei 128.000 Euro. Als Gäste-Bringer aus Norddeutschland erweist sich indes die Kooperation mit Werder Bremen. Daum berichtete von einem Gesamtumsatz von 2012 bis 2019 von 402.000 Euro durch den deutschen Bundesligisten und jährlichen Steigerungen.

Schließlich präsentierte der TVB-Geschäftsführer Bilanzsummen von knapp 8,2 Mio. Euro per 31.Dezember 2018 und eine Gewinn/Verlust-Rechnung, bei der knapp 602.000 Euro in die Betriebsmittelrücklage fließen.


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