Umwelt- und Verbraucherschützer warnen vor gefährlichem Spielzeug

Augen auf beim Spielzeugkauf: Immer wieder werden bei Kontrollen Spielzeuge aus dem Verkehr gezogen, weil sie entweder giftige Stoffe enthalten oder weil Erstickungsgefahr droht.

(Symbolfoto)
© Corbis/2/Tim Hall

Brüssel – Zum Beginn der Vorweihnachtszeit warnen Umweltschützer vor gefährlichem Kinderspielzeug in Europa. „Die problematischsten Spielzeuge sind die aus Plastik“, sagte Tatiana Santos vom Europäischen Umweltbüro (EEB) am Donnerstag.

Vor allem aus China käme dabei ein großer Teil an Spielsachen mit gesundheitsschädlichen Chemikalien. „Importeure chinesischer Waren müssen deutlich mehr Druck auf ihre Lieferanten ausüben.“

250 Spielzeugmodelle vom Markt genommen

Dem Umweltverband zufolge wurden – basierend auf Informationen des europaweiten Schnellwarnsystems für gefährliche Produkte Rapex – im Laufe des Jahres bereits um die 250 Spielzeugmodelle vom Markt genommen, nachdem Tests illegale Chemikalienkonzentrationen ergeben hatten. Gut vier von fünf davon kamen demnach aus China. Neben schädlichen Chemikalien spielten vor allem Spielzeuge mit Erstickungsgefahr eine Rolle.

„Wo Kontrolleure die Ressourcen bekommen, die sie brauchen, machen sie hervorragende Arbeit“, sagte EEB-Chemikalien-Expertin Santos weiter. Die Frage sei jedoch, wie viele giftige Spielzeuge unbemerkt in die EU kämen.

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Der europäische Verbraucherverband Beuc warnt in diesem Zusammenhang auch vor unbedachten Online-Einkäufen. Kunden werde empfohlen, ungekennzeichnete Produkte zu meiden. Wenn von chinesischen Internetseiten eingekauft werde, sollten zudem Elektronikgeräte, Kleidung, oder Spielsachen gemieden werden, die unverhältnismäßig günstig seien, erklärte Beuc-Sprecher Laurens Rutten. (APA/dpa)


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