Osttiroler wollen Lesezeiten mit Sternen sichtbar machen

In den Fenstern der Bibliotheken Osttirols sollen ausgeschnittene Sterne Zeugnis geben, dass im Advent viel vorgelesen wird.

Büchereileiterin Anja Kofler zeigt einige Vorlesesterne.
© Christoph Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz –Wer dem Vorlesen Zeit widmet, widmet sie dem Gegenüber. „In unserer Zeit, und besonders im Advent, herrschen Hektik und Stress“, sagt Anja Kofler, Leiterin der Stadtbibliothek Lienz. „Schon zehn Minuten des Vorlesens können so viel Ruhe und Verbindung zurückholen.“

Die Bibliotheken Osttirols und alle Pflichtschulen sind eingeladen, sich an einer Adventaktion zu beteiligen. „Vom ersten bis zum vierten Adventsonntag wollen wir alle Zeit, in der jemandem vorgelesen wird, sichtbar machen“, hofft Kofler auf rege Beteiligung. Es spielt dabei keine Rolle, wer wem vorliest, wo oder was. „Es zählt einzig und allein, dass vorgelesen wird. Kinder für die Älteren, Ältere für die Kinder – es geht ums Tun.“ Die Stadtbibliothek hat Vorlagen von Sternen zum Ausschneiden in drei verschiedenen Größen erstellt. Der kleine Stern steht für eine Vorlesezeit von zehn Minuten, der mittlere für eine halbe, der große für eine ganze Stunde. Man muss nicht am Stück lesen, sondern kann auf eine Stunde „ansparen“. „Wir legen diese Sterne in den Farben Rot und Gelb bei uns auf. Wer gelesen hat, darf in die Bücherei kommen, sich je nach Lesezeit einen Stern aussuchen und ihn vielleicht beschriften oder gestalten“, erklärt die Leiterin. Die großen Fensterflächen werden dann mit den Sternen geschmückt. „Wir wünschen uns, dass viele mitmachen und ein ganzer Sternenregen entsteht.“

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