„Wir wollen Peugeot in Innsbruck zu alter Stärke führen“

Das Autoland wurde kürzlich übernommen. Eigentümervertreter Willi Bacher und Geschäftsführer David Stecher sprechen über ihre Pläne.

Willi Bacher (l.) und David Stecher wollen 2020 im Autoland 500 Fahrzeuge verkaufen.
© Thomas Böhm

Warum haben das Autohaus Fuchs und Toyota Bacher das Autoland in Innsbruck und Schwaz übernommen?

Willi Bacher: Wir sehen hier an der Haller Straße in Innsbruck die große Chance, die Marke Peugeot zu alter Stärke zu führen. Wir glauben, dass so ein Stützpunkt in Innsbruck sehr wichtig ist.

Sie schätzen den Standort an der Haller Straße. Warum?

Bacher: Pro Tag fahren 30.000 Fahrzeuge vorbei. An so einem Standort wird man als Autohändler und Mobilitätsanbieter wahrgenommen. Man muss dort sein, wo die Menschen das Produkt sehen. Nur das führt zu dauerhaftem Erfolg.

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Wie planen Sie, Herr Stecher, das Autoland zu verändern beziehungsweise zu führen?

David Stecher: Wir wollen die Kunden durch familiäre Herzlichkeit begeistern. Jeder, der in unsere Betriebe kommt, soll diese Herzlichkeit spüren. Nur so werden wir es schaffen, Kunden an unser Unternehmen zu binden. Das ist auch ein Kernwert der beiden Familienbetriebe, die das Autoland Tirol übernommen haben.

Zur Person

David Stecher ist gelernter Pferdewirtschaftsfacharbeiter. Er studierte am MCI Management, Kommunikation und IT. Seine Masterarbeit schrieb er über das Geschäftsmodell in familiengeführten Autohäusern. Vor seinem Einstieg als Geschäftsführer bei Autoland Tirol arbeitete er bei Lindner Traktoren.

Welche Marken werden angeboten?

Stecher: Wir sind der Haupthändler für Peugeot im Großraum Innsbruck. Unser Ziel ist es, dass jeder, der im Einzugsgebiet an Peugeot denkt, ans Autoland denkt und umgekehrt. Zudem führen wir die Marken SsangYong und Subaru, um das Produktportfolio in Sachen Allrad abzurunden. Wir sind jedoch offen für eine weitere starke Marke.

Welche könnte das sein?

Bacher: Das steht noch nicht fest. Derzeit verkaufen wir auch Fahrzeuge der Marke Citroën als Agentur. Unsere Werkstättenverträge gelten für Citroën­, Subaru, SsangYong­, Peugeot und Chevrolet. An unserem zweiten Standort in Schwaz führen wir die „jungen Sterne" von Mercedes inklusive einer Service- und Reparaturwerkstätte für Mercedes-Pkw und -Transporter.

Stecher: Der Betrieb in Schwaz ist nicht klein, dort wurden heuer bisher über 100 Fahrzeuge verkauft. Die Werkstätte verfügt über sieben Hebebühnen, zwei davon sind Schwerlastbühnen. Daher werden wir verstärkt am Markt um die Reparatur und Servicierung von Mercedes-Transportern wie dem Sprinter oder Vito­ werben. Denn wir haben in Schwaz sehr gute Mitarbeiter.

Zur Person

Willi Bacher stieg 1980 nach der Matura in den elterlichen Autohandel ein und übernahm ihn in weiterer Folge. Er ist Kfz-Mechanikermeister. Sein Sohn Willi Bacher jun. wird im Mai 2020 als Co-Geschäftsführer beim Autoland einsteigen.

Sie sprachen davon, ein Mobilitätsanbieter werden zu wollen. Wie soll das aussehen?

Stecher: Mit Peugeot haben wir einen Partner, der drei Mobilitätskonzepte forciert: Verbrennungsmotoren sowie Hybrid- und Elektromotoren. Wir werden daher für das urbane Einzugsgebiet immer das richtige Auto anbieten können. Ziel ist es, beide Betriebe als starke Mobilitätsanbieter zu etablieren, gleich wohin sich die Mobilität entwickelt.

Wohin könnte sie sich denn entwickeln?

Bacher: Ich halte nichts von Kaffeesudleserei. Wohin die Reise geht, weiß noch keiner. Doch in Tirol kommt wegen der Topografie und der Zersiedelung keiner so schnell am Auto vorbei.

Stecher: Individualverkehr wird es immer geben, und Studien zeigen, dass er ansteigen wird. Die individuelle Mobilität ist ein Komfort, den sich der Mensch nicht so schnell nehmen lässt.

Das Gespräch führte Frank Tschoner

Autoland Tirol

Die Autoland Tirol GmbH hat je einen Standort in Innsbruck und Schwaz. 30 Mitarbeiter werden beschäftigt. Die neuen Eigentümer wollen im Jahr 2020 500 Fahrzeuge verkaufen, mittelfristig soll die Zahl der verkauften Neu- und Gebrauchtwagen vierstellig werden.


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