Neues Material: Mayer wusste, wo der Skischuh drückt

Nach dem Lake-Louise-Triumph will sich Matthias Mayer am Wochenende mit seinen ÖSV-Kollegen auch in Beaver Creek in Szene setzen.

Wilder Ritt des Speed-Cowboys: Matthias Mayer gewann als erster Österreicher nach Hermann Maier 2008 den Lake-Louise-Super-G.
© gepa

Lake Louise – Endlich gab es also einen Sieg zum Auftakt – und die Freude war Matthias Mayer nicht nur anzusehen. „Jetzt habe ich das endlich einmal runtergebracht, was da möglich ist“, meinte der Kärntner, kurz nachdem er im Super-G von Lake Louise (CDN) die elf Jahre andauernde Durststrecke der österreichischen Ski-Herren beendet hatte. Zuletzt hatte Hermann Maier im Jahr 2008 den Super-G in Kanada für sich entschieden.

Und dafür, dass Mayer auf Maier folgen konnte, schien auch der Skischuh eine wichtige Rolle zu spielen. Bei seinem insgesamt dritten Sieg in einem Weltcup-Super-G nach Saalbach 2015 und Kitzbühel 2017 fuhr der 29-jährige Doppel-Olympiasieger mit einem neuen Schuhmodell. Die Umstellung war im Sommer erfolgt. „Er hatte eine gute Vorbereitung, hat auf den neuen Schuh vertraut“, berichtete Head-Rennsportleiter Rainer Salzgeber. „Der Sieg war jetzt eine Bestätigung.“

Am Ende war es der Anfang eines erfolgreichen ÖSV-Speed-Wochenendes. Bei Mayer war die Freude umso größer, nachdem er in Lake Louise viermal den zweiten Platz belegt hatte. „Ich habe wohl große Konkurrenten gehabt, als ich Zweiter geworden bin“, verwies Mayer u. a. auf die im dortigen Super-G davor siebenmal en suite siegreich gebliebenen Norweger. „Es war immer eine enge Geschichte. Es sind alle auf einem Top-Niveau hier. Daher freut es mich umso mehr.“

Die Form im Team passt. „Wir haben uns im Training sehr gut präsentiert, auch in der Vorbereitung. Wir haben gewusst, wir sind sehr schnell“, wies etwa der drittplatzierte Vincent Kriech­mayr auf die gute Verfassung der ÖSV-Abteilung hin.

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Der Tross machte sich recht bald nach dem Super-G auf den Weg, denn schon am Freitag geht es auf der Birds of Prey um Weltcuppunkte. Diesmal macht der Super-G den Anfang, der Samstag ist wieder für die Abfahrt reserviert, die Nordamerika-Tournee wird am Sonntag mit einem Riesentorlauf abgeschlossen. Mayer hat für alle drei Rennen geplant. Kriechmayr wiederum freut sich besonders auf die Rennen: „In Beaver Creek habe ich mein erstes Rennen gewonnen. Aber da sind wieder andere Qualitäten gefragt.“ (rost, APA)


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