Neue Biografie über Melania Trump sorgt in Washington für Aufsehen

Glaubt man der nicht autorisierten Biografie, hat die First Lady viel mehr Einfluss auf ihren Mann als angenommen, kommuniziert über ihre Kleidung und hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Stieftochter Ivanka.

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania bei einem Auftritt in Orlando.
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Washington – First Lady Melania Trump hat viel mehr Einfluss auf ihren Mann als allgemein angenommen, kommuniziert über ihre Kleidung und hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Stieftochter Ivanka. Das ist zumindest der Tenor einer nicht autorisierten Biografie über die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump, die am Dienstag in den Handel gekommen ist.

Viel Macht und getrennte Schlafzimmer im Weißen Haus

Geschrieben wurde „Free, Melania“ von der Journalistin Kate Bennett vom Nachrichtensender CNN, mit dem der Präsident bekanntermaßen auf Kriegsfuß steht. Während die 49-jährige Melania Trump in der Öffentlichkeit häufig belächelt wird, schreibt ihr Bennett einen großen Einfluss im Weißen Haus zu. Das aus Slowenien stammende Ex-Model sei mit Blick auf ihren Mann „viel mächtiger und einflussreicher“ als in der Öffentlichkeit bekannt. So bestätigt Bennett, dass Trumps dritte Ehefrau im vergangenen Jahr dafür sorgte, dass die stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin Mira Ricardel ihren Posten verlor, nachdem beide bei einer Afrika-Reise aneinandergeraten waren.

Wie viel Einfluss hat die First Lady auf ihren Ehemann im Weißen Haus? Dieser Frage geht auch die Biografie nach.
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Die Biografie bekräftigt auch, dass das Ehepaar Trump im Weißen Haus getrennte Schlafzimmer hat. Die Präsidentengattin lebt demnach in einer Suite mit zwei Zimmern einen Stockwerk über dem Schlafzimmer des Präsidenten. Sie verfügt außerdem über einen Sportraum mit einem Pilates-Gerät.

Während Melania in der Öffentlichkeit nur selten spricht, drückt sie sich mit ihrer Kleidung aus, schreibt Bennett in der Biografie. Allerdings gibt das auch Anlass für Verwirrung und Missverständnisse. So trug die First Lady im vergangenen Jahr beim Besuch eines Heims für Migrantenkinder an der Grenze zu Mexiko eine Jacke mit dem Aufdruck „Es ist mir wirklich egal. Und Dir?“

„Es ist mir wirklich egal. Und Dir?“ Der Aufdruck dieser Jacke brachte Melanie Trump Kritik ein.
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Einige sahen darin ein Zeichen der Gleichgültigkeit gegenüber den Kindern, andere eine Kritik an der Einwanderungspolitik ihres Mannes, wieder andere eine trotzige Botschaft an die Presse. Glaubt man Bennett, ging es aber um etwas ganz anderes: Demnach handelte es sich um eine Botschaft an ihre Stieftochter Ivanka, der Melania manchmal vorwirft, sich wie eine First Lady aufzuführen.

Wenn Melania Trump sauer ist, trägt sie Hosenanzüge

„Free, Melania“ zufolge trägt die Präsidentengattin zudem Hosenanzüge, wenn sie sauer auf ihren Mann ist - weil der Präsident gerne Frauen in „engen, kurzen, supersexy und weiblichen Kleidern“ sehe.

Ob im freizügigeren Kleid, im Hosenazug oder im legeren Freizeit-Outfit - mit ihrer Garderobe sagt die First Lady wohl viel aus.
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In ihrem Buch zeigt die CNN-Journalistin Bennett Sympathie für die First Lady - und wendet sich auch dagegen, Melania als Opfer ihres Mannes anzusehen. Die 49-Jährige wird häufig als Gefangene im Weißen Haus geschildert, daher auch das Meme „Free Melania“ (Befreit Melania). Die Biografie „Free, Melania“ deutet diese Formulierung mit einem zusätzlichen Komma um - und würdigt Melania als freie Frau. „Sie braucht keinerlei Befreiung“, betont Bennett. (APA/AFP)


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