Brixentaler Touristiker ziehen positive Bilanz

Bei der Vollversammlung des Tourismusverbandes Brixental gab es ein Plus zu vermelden. In den nächsten Jahren soll investiert werden.

Der Brixentaler Tourismusverband will im kommenden Jahr in die Wanderinfrastruktur investieren.
© Tropper

Von Harald Angerer

Kirchberg –Das Jahr neigt sich dem Ende zu und damit ziehen auch die verschiedenen Tourismusverbände in der Region Bilanz über das abgelaufene Jahr. Am Dienstagabend war nun der TVB Brixental mit den drei Orten Brixen, Kirchberg und Wes­tendorf an der Reihe. Die Vollversammlung in der arena365 war aber nur mäßig besucht, auch wenn TVB-Geschäftsführer Max Salcher eine positive Bilanz zum Jahr 2019 ziehen konnte. „Vor allem der Sommer hat mit einem hervorragenden Ergebnis mit einem Plus von 2,5 Prozent dazu beigetragen. Und das bei sinkenden Bettenzahlen“, wie Salcher betonte.

Ein wichtiger Punkt sei die Digitalisierung. Sie wird den Verband noch länger beschäftigen. Sehr erfolgreich entwickelt sich der KAT-Walk, der Weitwanderweg durch die Kitzbüheler Alpen. Über 1100 Personen haben das Angebot genutzt. Ein besonders großer Erfolg ist die Zusammenarbeit mit den ÖBB, die den Gästen mit der Gästekarte die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zwischen Wörgl und Hochfilzen ermöglichen. „Es sind keine Gratis-Fahrten, der Gast zahlt die Nutzung mit der Kurtaxe“, stellt Salcher dazu klar.

Im Jahr 2016 wurde eine Zählung der Gäste durchgeführt, welche die ÖBB in der Region nutzen, damals waren es 236 Personen in einer Woche. Heuer wurde erneut eine Zählung vorgenommen, nun waren es 5448 Gäste. „Das sind pro Tag 500 Autos weniger auf unseren Straßen“, sagte Salcher. Es galt nun, den Vertrag mit den ÖBB zu verlängern, keine einfache Angelegenheit, wie Salcher betonte. Es ist aber gelungen und somit wurde das Angebot bis 2024 verlängert.

Angekündigt wurde auch eine Qualitätsoffensive bei den Wanderwegen. Hier hätte man Aufholbedarf. Für Investitionen sollen Rücklagen in Höhe von 1,2 Millionen Euro aufgelöst werden. Ein großer Teil davon fließt in das Winter-Woodstock der Blasmusik, das im kommenden März das erste Mal stattfinden wird. Die Hauptbühne wird zwar in Brixen stehen, aber es gibt Veranstaltungen in allen drei Orten. Ziel ist es, mit dem Event die Saison zu verlängern. Im kommenden Winter findet das Winter-Woodstock der Blasmusik vom 20. bis 22. März statt. „Es wird dann in den kommenden Jahren immer um eine Woche zurückrücken“, erklärte Salcher.

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Dazu gab es eine kritische Frage eines Mitglieds, ob es stimme, dass der Verband 300.000 Euro jährlich auf drei Jahre an den Veranstalter zahlt, und ob sich die Investition lohne. „Natürlich ist mit dem Winter-Woodstock auch ein Risiko verbunden, aber wenn es aufgeht, dann wird niemand mehr nach den 300.000 Euro fragen“, sagte dazu TVB-Obmann Alexander Aigner. Auch sei das Winter-Woodstock der Blasmusik im Vergleich zu Saisonverlängerungsevents anderer Regionen äußerst günstig.


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