Beschäftigte waren im Vorjahr durchschnittlich 13,1 Tage krank

2018 hat sich die Zahl der Krankenstände leicht erhöht. Das Fehlzeiten-Niveau bleibt niedrig.

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Wien –Im Jahr 2018 verbrachten die Beschäftigten durchschnittlich 13,1 Kalendertage im Krankenstand. Das bedeutet eine leichte Erhöhung gegenüber dem Vorjahr, 2017 meldeten sich die Dienstnehmer durchschnittlich 12,5 Kalendertage krank. Trotz des leichten Plus ist das Krankenstands-Niveau in Österreich derzeit vergleichsweise niedrig: Die Fehlzeiten erreichten 1980 ihren Höchstwert mit 17,4 Tagen. Von da an ging es sukzessive nach unten. Das geht aus dem Österreichischen Fehlzeitenreport hervor, einem sozialpartnerschaftlichen Projekt von Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

„Es ist erfreulich, dass die krankheitsbedingten Fehlzeiten im langjährigen Trend nach unten gehen und sich auf einem niedrigen Niveau einpendeln“, kommentiert Hauptverbands-Chef Alexander Biach die Zahlen. Auch bei den Arbeitsunfällen – im Besonderen bei den tödlichen Ereignissen – konnte „eine massive Reduktion erreicht werden“, so Biach. „Das zeigt, dass wir mit unseren Bemühungen im Arbeitnehmerschutz und der betrieblichen Gesundheitsförderung auf dem richtigen Weg sind.“

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und jene des Atmungssystems machen rund 50 Prozent der Krankenstandsfälle und gut 43 Prozent aller Krankenstandstage aus. Die Zahl der psychischen Erkrankungen, die in einer langfristigen Betrachtung stark zugenommen hat, ist seit 2016 annähernd konstant.

Der Fehlzeitenreport beleuchtet außerdem die Chancen und Risiken der Arbeitszeitgestaltung für die Gesundheit. Für Wolfgang Panhölzl, Leiter der Abteilung Sozialversicherung in der Arbeiterkammer Wien, bestätige der aktuelle Report, dass überlange Arbeitszeiten beträchtliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen haben. Insbesondere Schichtdienste und Nachtarbeit nagen an der Gesundheit. Flexible Arbeitszeiten, „die auch Arbeitnehmern Spielräume geben“, tragen dagegen zum Wohlbefinden bei, lobt Rolf Gleißner, Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer, das weit verbreitete Gleitzeitmodell. (TT)


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