AK-Preisvergleich: Drogerieartikel in Innsbruck eklatant teurer als in München

Ein Preisvergleich der Arbeiterkammer Tirol zeigt, dass Drogerieartikel im benachbarten Bayern deutlich günstiger sind als in Tirol. Es gebe Preisunterschieden von bis zu 218 Prozent.

Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Innsbruck – Immer noch sind einzelne Drogerieartikel in Innsbruck um bis zu 218 Prozent teurer als in München, so die Arbeiterkammer (AK) in einer Aussendung am Donnerstag. Die Produkte seien ein und dieselben, die Mehrwertsteuersätze unterschieden sich kaum und trotzdem müssten Konsumenten in Tirol für viele Artikel des täglichen Bedarfs oft ein Vielfaches dessen bezahlen, was die Waren nur wenige Kilometer entfernt über der Grenze in Bayern kosten.

Bereits zum 7. Mal führte die AK Tirol den grenzüberschreitenden Preis-Vergleich bei Drogeriewaren durch und noch immer gibt es eklatante Preisunterschiede zwischen München und Innsbruck. Der größte Preisunterschied sei bei der festen Seife von Nivea „Creme Soft“ mit 218 Prozent festgestellt worden. Während das Produkt in München schon ab 0,50 EUro zu haben war, so musste man in Innsbruck bis zu 1,59 Euro dafür bezahlen.

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„Durchschnittlich kostete der aus 32 Artikeln bestehende Warenkorb in Innsbruck 99,48 Euro und in München 76,13. Euro“, schreibt die AK. Damit sei der Warenkorb in Innsbruck um 30,67 Prozent teurer und das obwohl 29 der 32 Artikel in Innsbruck zum Erhebungszeitpunkt zu Aktionspreisen erhältlich waren.

Gleicher Anbieter – großer Unterschied

Gerade auch bei Anbietern, die in Bayern und Tirol Filialen betreiben, würden wieder große Preisunterschiede auffallen. So kostete laut AK der Warenkorb bei dm in München 74,70 Euro und in Innsbruck 90,35 Euro, was einem Preisunterschied von 20,95 Prozent entspreche. Auch bei Müller in München sei der Warenkorb günstiger – so seien die Produkte in München um 74,94 Euro und in Innsbruck um 87,70 Euro erhältlich. Auch hier ergebe ein Preisunterschied von knapp 17 Prozent.

Für diesen höheren Preis gebe es keine nachvollziehbare Begründung. Auch die Umsatzsteuer (Österreich 20 Prozent und Deutschland 19 Prozent) würden keine ausreichende Erklärung für die teilweise exorbitant hohen Preisunterschiede liefern.

Die Europäische Kommission hat laut AK Tirol eine Studie in Auftrag gegeben. Diese werde sich unter anderem auch eingehend mit den unterschiedlichen Preisen im Einzelhandel auseinandersetzen und die Gründe dafür untersuchen. Ergebnissse sollen im Sommer 2020 vorliegen. Die Arbeiterkammer werde genau darauf achten, ob die aus den Ergebnissen der Studie abgeleiteten Empfehlungen und Maßnahmen auch umgesetzt werden.(TT.com)


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