Hoffen auf baldigen Parkhausbau in Jenbach

Die Finanzierungsvereinbarung ist unterzeichnet. Nun geht es um den Errichtungsvertrag.

© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Jenbach –Die tägliche Parkmisere am Jenbacher Bahnhof haben viele Bahnbenutzer längst satt. Und in den vergangenen Jahren gab es immer wieder den Ruf nach einem Parkhaus. „Ich hoffe, dass wir jetzt auf der Ziellinie sind“, sagte gestern der Jenbacher Bürgermeister Dietmar Wallner, als Gemeindevertreter ihre Unterschrift für die Finanzierungsvereinbarung leisteten. Nun geht es um den Errichtungsvertrag, der noch heuer unterfertigt werden soll.

„Ich hoffe, dass im Frühjahr mit dem Bau des Parkhauses begonnen wird“, meint Wallner. Schon im Jahre 2014 habe man den Planungsvertrag unterschrieben. Jahre zuvor gab es bereits eine Petition wegen der miserablen Parksituation für Pendler. Derzeit wird von Kosten in der Höhe von 11,7 Millionen Euro gesprochen. Insgesamt 450 Stellplätze sollen zur Verfügung gestellt werden. Die Hälfte der Kosten trägt die Bundesbahn, zu je 25 Prozent trifft es den Verkehrsverbund Tirol (VVT) und die 21 Gemeinden, die am Projekt beteiligt sind.

„Wir liefern unsere Unterschrift noch nach, weil wir die entsprechenden Infos erst am 25. November bekommen haben und das am kommenden Montag noch im Gemeinderat beschlossen werden muss. Aber generell müsste es funktionieren“, berichtet BM Werner Entner aus Münster. Für ihn seien Folgekosten ein wesentlicher Bestandteil der Überlegungen.

Einer der Bürgermeister von elf Gemeinden des Planungsverbandes Zillertal war Dominik Mainusch (Fügen), der auch unterzeichnete. Mit dabei war zudem BH Michael Brandl. Der Jenbacher Anteil liegt bei 350.000 Euro, die Hälfte aller Gemeindekosten werden aber durch den Gemeindeausgleichsfonds (GAF) ersetzt. „Wir haben noch Zusatzkosten in der Höhe von 300.000 Euro für die Verlegung der Bahnhofstraße und 60.000 Euro an Grundkosten“, sagt BM Wallner. Auch die Bewirtschaftung sei dann eine Jenbacher Aufgabe. Ein klares Modell für ein Bewirtschaftungskonzept gebe es noch nicht. Weitgehend Einigkeit mit der Bundesbahn ortet man bei der Liegenschaftsverwaltung am Toleranz-Areal, auf dem das Parkhaus errichtet werden soll.

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