Neuer VVT-Fahrplan will „Gesamtkunstwerk“ sein

Mehr Angebote und bessere Anbindungen zwischen Bus und Bahn – das versprechen die Verantwortlichen für den anstehenden Fahrplanwechsel 2020.

Für den Fahrplanwechsel am 15. Dezember wurde wieder an einigen Schrauben gedreht.
© Vanessa Rachle / TT

Innsbruck –Seit Monaten wird beim Verkehrsverbund Tirol (VVT), den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB) und anderen lokalen Verkehrsunternehmen geplant und getüftelt, um zum Stichtag 15. Dezember alles auf Schiene und in die Spur zu bringen. Die Rede ist vom neuen Fahrplan, der am Sonntag in einer Woche in Kraft tritt. Gestern wurden die Details präsentiert, die sowohl lange gewünschte Verbindungen und Lückenschließungen, aber auch eine bessere Abstimmung zwischen den Linien von Bus und Bahn bringen sollen.

„Der neue Fahrplan ist ein Gesamtkunstwerk“, erklärt die für den öffentlichen Verkehr politisch verantwortliche LHStv. Ingrid Felipe (Grüne). „Schließlich müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse von immer mehr Fahrgästen bedient werden.“ Inputs dafür habe man sich von den Kundinnen und Kunden selbst bei so genannten Öffi-Stammtischen in den Regionen geholt, sagt Alexander Jug, VVT-Geschäftsführer. „Inzwischen ist bereits jeder sechste Tiroler Stammkunde und besitzt eine Jahreskarte. Und es sollen mehr werden. Wenn aber das Angebot nicht passt, sind die Leute nicht bereit, das Auto stehen zu lassen und auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen“, weiß Jug. Als besondere Highlights im neuen Fahrplan nennt er unter anderem die Schließung der Mittagslücke in Lienz, die Anschlussverbesserung zu den Fernverkehrszügen im Brixental, eine Taktabstimmung im Zillertal, um den Anschluss in Jenbach zu verbessern, sowie zusätzliche Fahrten auf der Stubaitalbahnstrecke in den Abendstunden. In Land­eck sei es gelungen, die Ankunfts- und Abfahrtszeiten von Zügen und Bussen so zu gestalten, dass nun ohne lange Wartezeiten umgestiegen werden kann. Im Außerfern wird durch eine neue Linienführung das Ehrwalder Becken künftig besser bedient. Und in Hall sei es gelungen, ein seit vielen Jahren gefordertes Mobilitätskonzept mit erweitertem Linienangebot und einer optimierten Linienführung umzusetzen. Auch die IVB haben ihre Fahrpläne überarbeitet.

Neu im Fernverkehr ist unter anderem ein Nachtzug von Innsbruck nach Brüssel zweimal pro Woche sowie ein Railjet über Innsbruck zwischen Bozen und Wien, wie der Regionalleiter des ÖBB-Personenverkehrs, Rene Zumtobel, erklärt. Nähere Informationen sowie alle Änderungen im Detail gibt es in der SmartRide-App, in den Kundencentern oder bei der Online-Fahrplanauskunft unter fahrplan.vvt.at.

Was die künftige Preisgestaltung betrifft, werden im kommenden Jahr wie bereits heuer die Tickets wieder teurer und der Höhe der Inflation angepasst. „Mit April kommt es zu dieser Inflationsanpassung. Ich halte es für besser, die Ticketpreise jährlich moderat anzupassen, als alle paar Jahre einen größeren Sprung zu machen“, betont LHStv. Ingrid Felipe. (np)

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