Ein Aufsteiger fehlt, aber der Wille der Haie lebt

Die Innsbrucker Haie wollen heute (19.15 Uhr) gegen Wien ohne U20-Teamspieler Jakob Wetzelsberger aus der Not erneut eine Tugend machen.

Caleb Herbert (Nr. 91) und Miha Zajc wollen heute im Haie-Dress gegen Wien über einen Punktegewinn jubeln.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck –(Galgen-)Humo­r ist, wenn man trotzdem lacht. Es rang Innsbrucks Headcoach Rob Pallin gestern ein sarkastisches Schmunzeln ab, dass er heute einmal mehr wahrscheinlich doch auch auf John Lammers verzichten muss – der Edelroutinier hat zwar seine Gehirnerschütterung überwunden, lag gestern aber mit Fieber im Bett. Folglich gibt Pallin heute gegen die Capitals wieder mit den drei Angreifern Lammers, Tyler Spurgeon und Jesper Thörnberg sowie den Verteidigern Florian Pedevilla und Jakob Wetzelsberger eine komplette Linie vor.

Wie alles im Leben hat auch die Ausfallliste ihre zwei Seiten. Vor allem das Fehlen von Youngster Wetzelsberger, der sich im Haifischbecken in dieser Saison hochdiente, zaubert Pallin ein Lächeln auf die Lippen: „Ich bin sehr stolz auf ihn. Er ist ein guter Junge.“ Pallin machte Teamchef Roger Bader auf den 19-jährigen Innsbrucker Rohdiamanten aufmerksam und Wetzelsberger löste jetzt im rotweißroten Gewand das Ticket für die U20-WM in Weißrussland. Vereinskollege David Jaunegg, der in der Vorbereitung auch dabei war, machte eine Verletzung einen Strich durch die Rechnung. Dafür startet Tirols KAC-Export Valentin Ploner in seine dritte Nachwuchs-WM in Serie und traf beim letzten Test vor der Abreise beim 3:2 gegen Slowenien zum 2:2 ins Netz.

Zurück in die Erste Bank Eishockeyliga: Die jungen Haie wie beispielsweise Michael Kuprian oder Luis Ludin werden auch heute gegen die Vienna Capitals zu ihren Einsätzen kommen. Lukas Bär und Clemens Paulweber sind in der Linien-Hierarchie in den vergangenen Wochen nach vorne gewandert. „Cracks, die bei uns normalerweise acht bis zehn Minuten spielen, kamen zuletzt auf zwanzig. Und sie haben ihre Sache sehr gut gemacht“, lobt Pallin das Heranwachsen heimischer Kräfte. Wohlwissend, dass die anvisierte Aufholjagd in der zweiten Hälfte des Grunddurchgangs nur im Vollbesitz der Kräfte gelingen kann.

Legionär Caleb Herbert hat sich bei insgesamt 18 Scorer-Punkten in den vergangenen Runden auch einen neuen Status erarbeitet: „Er hat gezeigt, was er in dieser Liga alles machen kann“, notiert Pallin, dem auch die positive Entwicklung von Miha Zajc keinesfalls entgangen ist.

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Für Zählbares gegen Wien brauchen die ersatzgeschwächten Haie nach vier Niederlagen in Serie heute auch einen Scott Darling im Tor, der seinem Ruf als Stanley-Cup-Sieger gerecht wird.


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