US-Polizei nahm 60 Mitglieder der Bande „Latin Kings“ fest

Bei einer Razzia im Großraum Boston ist der US-Polizei nach Behördenangaben ein Schlag gegen eine der mächtigsten kriminellen Banden der Welt gelungen. Rund 60 Mitglieder der „Latin Kings“ wurden am Donnerstag festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Mehr als 500 Polizisten waren an der Aktion beteiligt, der vierjährige Ermittlungen vorausgingen.

Nach Angaben des Staatsanwalts des US-Bundesstaates Massachusetts, Andrew Lelling, wird 62 Bandenmitgliedern unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, versuchter Mord, Drogenhandel und Waffenbesitz vorgeworfen. Allein dem Anführer an der US-Ostküste, Michael Cecchetelli alias „King Merlin“, drohen 20 Jahre Haft. Die Gangsterbande soll zudem mehr als zehn Morde in Auftrag gegeben haben.

Die „Latin Kings“ wurden in den 1960er Jahren in Chicago gegründet, angeblich, um der hispanischen Bevölkerung aus der Armut zu helfen. Laut der US-Bundespolizei FBI ist ihr Einfluss vor allem auf ein ausgeklügeltes Kommunikationssystem und eine sehr straffe Organisation zurückzuführen. Ihre Mitglieder stimmen einem Manifest und einem internen Justizsystem zu, die Hierarchie ist streng geregelt, ebenso die Aufstiegsmöglichkeiten.

In den USA zählen die „Latin Kings“ tausende Mitglieder, allein im Bundesstaat Massachusetts gibt es nach Angaben des Staatsanwalts elf „Ortsverbände“.

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