Ägypterin wird oberste UNO-Verbrechensbekämpferin in Wien

Die Ägypterin Ghada Waly, derzeitige Ministerin für soziale Solidarität, soll die neue Chefin des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien werden. Sie folgt damit auf Yury Fedotov, der seit 2010 die Position des Generaldirektors des seit 1997 bestehenden Wiener UNO-Büros innehatte. Der Russe löste vor neuen Jahren den Italiener Antonio Maria Costa ab.

Ghada Fathi Waly wird auch als Generaldirektorin des Büros der Vereinten Nationen in Wien (UNOV) tätig sein. Den Posten der Ministerin für soziale Solidarität bekleidet Waly seit dem Jahr 2014. Unter ihr wurde Ägyptens nationale Antidrogenstrategie entwickelt, in ihrer jetzigen Funktion ist sie zudem Koordinatorin des interministeriellen Ausschusses für soziale Gerechtigkeit, Vorsitzende des Nationalen Zentrums für soziale und kriminologische Forschung und Vorsitzende des Exekutivrates der arabischen Sozialminister in der Liga der Arabischen Staaten (LAS).

Die Ernennung der 1949 geborenen Waly wurde vom UNO-Generalsekretär Antonio Guterres Ende November bekannt gegeben. Waly nahm in ihrer Heimat Ägypten bereits den Posten der stellvertretenden Vertreterin im Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) (2004-2011) ein und war dort von 2000 bis 2004 auch Programmdirektorin der Hilfsorganisation Care International.

Das UNO-Büro UNODC besteht seit dem Jahr 1997. Seine Aufgabe ist es, die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen im Kampf gegen illegale Drogen, Kriminalität und Terrorismus zu unterstützen. Das UNODC ist an der Beteiligung von internationalen Abkommen im Bereich Drogen- und Verbrechensbekämpfung beteiligt, führt wissenschaftliche Studien durch und unterhält auch Außenstellen zur Umsetzung von konkreten Kooperationsprojekten mit den UNO-Staaten.

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