Streik behindert wieder den französischen Bahnverkehr

Wegen Streiks gegen die geplante Pensionsreform kommt es im französischen Bahnverkehr wieder zu massiven Behinderungen. Die staatliche Bahngesellschaft SNCF rief Fahrgäste deshalb am Freitag auf, ihre Reisen zu verschieben. In der Hauptstadtregion Paris stauten sich die Autos am Morgen auf einer Länge von insgesamt rund 350 Kilometern, wie der Radionachrichtensender Franceinfo berichtete.

Streiks und Proteste im ganzen Land hatten bereits am Donnerstag den öffentlichen Verkehr fast komplett lahmgelegt. Mit der Pensionsreform will die Mitte-Regierung Privilegien für bestimmte Berufsgruppen wie die Eisenbahner auf längere Sicht beenden. Außerdem will die Regierung Anreize geben, länger zu arbeiten.

Bei der SNCF wird von zehn TGV-Hochgeschwindigkeitszügen nur einer fahren. Auch Verbindungen in die Nachbarländer wie beispielsweise Deutschland sind nach Angaben des Unternehmens weiter stark eingeschränkt. In Paris wird der öffentliche Nahverkehr weiter bestreikt.


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