Hypothek auf Liegenschaft in Biberwier überrascht die Gemeinde

Das einstige Agrar-Grundstück mit seinen gut 80.000 Quadratmetern wurde 2008 der LMM (steht für Langes, Melchior, Marcati) übereignet.

Die 80.000 m² rund um den Holzlagerplatz am Weißensee wurden laut Grundbuch im Februar 2018 mit einer Hypothek belastet.
© Paschinger

Biberwier — Für einiges an Überraschung sorgt derzeit der Blick der Gemeindeverantwortlichen von Biberwier in den Grundbuchsauszug jener Fläche, auf der seit Jahren erst ein Dorfhotel und dann ein Chaletdorf entstehen hätte sollen. Denn auf dem Areal lastet seit 21. Februar 2018 ein Pfandrecht über 195.000 Euro. Das einstige Agrar-Grundstück mit seinen gut 80.000 m² wurde 2008 der LMM (steht für Langes, Melchior, Marcati) übereignet. Geld geflossen ist keines, weil der Kaufpreis erst nach (dem nie erfolgten) Baubeginn zu leisten wäre. Wie berichtet, ist inzwischen die Baugenehmigung ausgelaufen und nach dem Rechtsverständnis der Gemeinde Biberwier müsste nun die Rückabwicklung des Rechtsgeschäftes in die Wege geleitet werden.

„Ja, das ist überraschend", kommentiert BM Paul Mascher die Hypothek, „ich stehe in Kontakt mit unserem Rechtsanwalt." Substanzverwalter GR Josl Schönherr sieht das als ein Problem, das aber von der LMM gelöst werden müsse: „Das Grundstück ist binnen zwölf Monaten nach Ablaufen der Baugenehmigung zurückzuerstatten", sagt er. Und „lastenfrei versteht sich eigentlich von selbst". Eine neue Projektplanung müsste einvernehmlich mit der Gemeinde auf den Weg gebracht werden.

Der Sprecher der Swarovski-Tochtergesellschaft LMM war gestern für die TT nicht erreichbar. (pascal)


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