Mindestens elf Polizisten in Nordafghanistan getötet

Bei einem Überfall der militant-islamistischen Taliban auf zwei Kontrollposten in Nordafghanistan sind mindestens elf Polizisten getötet worden. Mindestens vier weitere seien bei dem Vorfall im Bezirk Imam Sahib der Provinz Kunduz verwundet worden, teilten Provinzräte am Freitag mit.

Der Bezirk, der an das Nachbarland Tadschikistan grenzt, werde seit Jahren zu einem großen Teil von den Taliban kontrolliert, hieß es von den Provinzräten weiter. Erst vergangene Woche waren in Imam Sahib mindestens 13 Zivilisten gestorben, nachdem ihr Auto auf eine am Straßenrand versteckte Sprengfalle gefahren war.

Die USA haben kürzlich einen neuen Anlauf gestartet, ein Abkommen über Wege zu Frieden mit den Taliban zu erreichen. Der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, traf diesbezüglich diese Woche in der afghanischen Hauptstadt Kabul ein. Angaben des US-Außenministeriums zufolge will er mit Vertretern der Regierung in Kabul besprechen, wie die Friedensverhandlungen wieder Fahrt gewinnen könnten.

Im Anschluss an den Besuch in Kabul will Khalilzad nach Doha reisen, um Vertreter der Taliban zu treffen. US-Präsident Donald Trump hatte bei seinem Besuch in Afghanistan Ende November die Wiederaufnahme von im September abgebrochenen Gesprächen über Frieden mit den Taliban angekündigt.


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