Samariterbund Tirol vergibt erstmals Ränge

Andreas Duschek wurde zum Obergruppenleiter, Barbara Hohlrieder zur Hauptgruppenleiterin sowie Hansjörg Königshofer und Martin Utano zum Oberbereitschaftsleiter ernannt.

© Florian Haun

Angerberg –Zum allerersten Mal in der Geschichte des Tiroler Samariterbundes wurden bei der Weihnachtsfeier am Samstag in der randvoll gefüllten Dreiklee-Halle in Angerberg Distinktionen vergeben. „Bis dato waren wir uns in Tirol nicht einig, ob wir Ränge einführen sollen, aber auf Wunsch des Bundesvorstandes werden wir das nun machen“, sagte Samariterbund-Geschäftsführer Gerhard Czappek. Laut ihm habe es fast ein Jahr gedauert, die dafür notwendigen Unterlagen zu beschaffen.

Daher wurden Andreas Duschek zum Obergruppenleiter, Barbara Hohlrieder zum Hauptgruppenleiter sowie Hansjörg Königshofer und Martin Utano zum Oberbereitschaftsleiter ernannt. Bruno Acherer ist nun Gruppenleiter und Gundula Czappek Stabsbereitschaftsleiter. Unter tosendem Applaus wurde zudem Christopher Ellinger zum stellvertretenden Landeschefarzt im Range eines Oberrettungsrates ernannt. Martin Gwiggner und Janine Jedinger erhielten die bronzene Leistungsmedaille und Christine Karrer wurde für ihre zehnjährige Mitgliedschaft geehrt. Herzlicher Dank ging auch an Sina Heydarpur, Hanna Hinteregger und Deniz Aksel für ihre über 600 freiwillig geleisteten Stunden. Über die bronzene Verdienstmedaille darf sich Bernhard Gschnaller, Geschäftsführer Rotes Kreuz Kitzbühel, freuen. Weiters erhielt der Geschäftsführer der Tiroler Rettungsdienst GmbH, Andreas Karl, die silberne Verdienstmedaille. In seiner Ansprache lobte Karl die hervorragende Zusammenarbeit und erklärte, dass diese für die nächsten zehn Jahre nun wieder vertraglich fixiert werde. „In den letzten Jahren haben wir gemerkt, dass ein Gegeneinander gar nicht geht, ein Nebeneinander zwar besser, aber ein Miteinander ideal ist“, betonte Gschnaller.

Mit 327 Mitarbeitern, darunter 34 hauptamtliche, 133 ehrenamtliche und 27 Zivildiener, verzeichnet der Samariterbund derzeit einen neuen Höchststand. „Wir haben zwar zum ersten Mal die 300 geknackt, aber leider geht es in den letzten beiden Jahren mit der Anzahl der Zivildiener und Ehrenamtlichen bergab“, gab Czappek zu. Im heurigen Jahr absolvierte der Samariterbund Tirol insgesamt 13.635 Krankentransporte, 8610 Rettungstransporte, 1401 Notarzteinsätze, 190 First Responder Einsätze, 6532 Behindertentransporte sowie 133 Ambulanzdienste und legte dabei rund 671.645 Kilometer zurück. (fh)


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