1:3 gegen die Caps: Risse im Haifischbecken werden langsam größer

Mit einem 1:3 gegen die Vienna Capitals kassierten die Innsbrucker Haie die fünfte Niederlage in Serie. Die Tiwag-Arena leert sich zusehends.

Einer jener, die sich immer ehrlich wehren – HCI-Verteidiger Jan Lattner (l.).
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Natürlich fehlten den Innsbrucker Haien am Freitag drei Legionäre (Spurgeon, Lammers, Thörnberg) und insgesamt eine komplette Linie (weiters: Pedevilla, Wetzelsberger). Aber man hat schon weit bessere Wien-Teams in der Tiwag-Arena gesehen. Es wirkte am Freitagabend so, als hätte das ersatzgeschwächte Tiroler Team gewissermaßen ein Stück weit die Kapitulation unterschrieben. Nach vier Niederlagen in Serie waren die Spuren auch auf der Tribüne sichtbar. Mit gut 1000 Fans war es eine Minus-Kulisse in dieser Saison. Letztlich gab die Pallin-Truppe aber jenen Recht, die zuhause geblieben waren.

Die Caps kamen nach neun Minuten zur 1:0-Führung durch Kichton, weil Haie-Goalie Scott Darling beim 100. Gegentreffer in dieser Saison nicht voll auf der Höhe wirkte. Beim 0:2 (13.) reagierte der HCI-Schlussmann zwar zunächst stark, beim Abpraller wurde Dominic Hackl aber sträflich alleine gelassen. Wie sich mangelhaftes Selbstvertrauen offenbart, hatten bereits in Minute eins Joel Broda, Caleb Herbert und Ondrej Sedivy offenbart, die bei einer 3:1-Überzahl die Scheibe nicht ins Tor brachten.

Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste in einem Powerplay rasch zum dritten Treffer (21.) und mussten außer der Puckkontrolle nicht mehr viel in die Partie investieren. Die Hex’ saß stattdessen auch HCI-Angreifer Daniel Wachter am Schläger, der im Powerplay die beste Chance für die Haie (37.) ausließ.

Im Schlussdrittel durfte aus Sicht der Haie-Fans nach nur 32 Sekunden doch einmal gejubelt werden: Topscorer Joel Broda verkürzte zum 1:3 (41.). Danach packte auch Darling gegen Wien-Star Riley Holzapfel einen big save aus und hatte letztlich eine starke Fangquote (92,9 Prozent). Das große Aufbäumen blieb aber aus, dafür fehlten wohl auch die Ressourcen.

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Aus Tiroler Sicht scorten am Freitag Philipp Lindner für Graz und Clemens Unterweger für den KAC. Für die Haie geht es nach nur einem Sieg aus den letzten acht Partien am Montag gegen Znojmo weiter.

Ergebnisse

Znojmo - VSV 3:0 (0:0,0:0,3:0)

Black Wings Linz - Dornbirner EC 5:4 (3:2,0:2,2:0)

Graz99ers - HCB Südtirol 4:1 (1:1,2:0,1:0)

HC Innsbruck - Vienna Capitals 1:3 (0:2,0:1,1:0)

KAC - Red Bull Salzburg 2:0 (0:0,0:0,2:0)


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