Weihnachtshighlight im Grazer Musikverein: Rene Pape zu Gast

Kurz vor Weihnachten gibt es im Grazer Stefaniensaal bereits Geschenke in Form von Liedern: Opernstar Rene Pape ist am Donnerstag, 19. Dezember, in einem Konzert des Musikvereins erneut zu Gast, nachdem er bereits im Vorjahr bei einem Konzertabend für große Begeisterung gesorgt hatte. Der Bassist wird auch heuer mit einem Programm jenseits seines sonstigen Bühnenschaffens vor das Publikum treten.

„Die Liederabende im Musikverein Graz zählen seit mehr als sieben Jahrzehnten zur Spezialität unserer Institution, erfreuen sich größter Beliebtheit und warten den wichtigsten Sängern unserer Zeit auf“, erklärte Musikverein-Chef Michael Nemeth im APA-Gespräch. Erneut ist es gelungen, den Starbassisten nach Graz zu holen. Pape ist sonst eher auf Bühnen in New York, Paris, Berlin oder Wien zuhause. Er zählt zu den besten seines Faches, wobei er nicht nur mit genauer Diktion und samtweicher Stimme, sondern auch mit oft schon fast schmerzlicher Textdurchdringung punktet.

Wer ihn als Gurnemanz erlebt hat, weiß, wie kurz ein „Parsifal“ trotz sechs Stunden Aufführungsdauer sein kann, wer ihn als betrogenen König Marke gesehen hat, gönnt Tristan und Isolde ihr trauriges Ende, und sein König Philipp („Don Carlos“) berührt menschlich auf ganz besondere Weise. „Rene Pape ist einer der gefragtesten Künstler unserer Zeit. Seine Vielfältigkeit konnte er schon in verschiedenen Rollen zum Ausdruck bringen, neuerdings auch im komischen Fach“, betonte Nemeth und spielte damit auf das Rollendebüt des vielseitigen Künstlers in „Die lustigen Weiber von Windsor“ im Herbst in Berlin an. In der Staatsoper Unter den Linden überzeugte er als tragikomischer Falstaff und bewies - maskenmäßig - auch Mut zur Hässlichkeit. In Graz stehen zuvor Lieder von Wolfgang Amadeus Mozart, Hugo Wolf, Franz Schubert und Jean Sibelius auf dem Programm. Am Klavier wird der Kammersänger von Camillo Radicke begleitet.


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