Neue Raketenangriffe aus Gazastreifen auf Israel

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Samstagabend erneut Raketen auf israelische Ortschaften abgefeuert. Zwei von drei Raketen seien von dem Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden, teilte Israels Militär mit.

Warnsirenen hätten im Grenzgebiet sowie in der Stadt Sderot geheult. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, zwei Menschen hätten sich auf der Flucht in Schutzräume verletzt.

Im vergangenen Monat war der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen erneut gefährlich eskaliert. Israel hatte gezielt einen Militärchef des Islamischen Jihad getötet, woraufhin die Extremistenorganisation nach israelischen Armeeangaben mehr als 360 Raketen auf Israel abfeuerte.

Israels Armee griff parallel Dutzende Ziele des Islamischen Jihad an. Dabei wurden insgesamt 36 Menschen getötet, viele davon militante Palästinenser. Allerdings waren unter den Opfern auch acht Mitglieder einer Familie. Beide Seiten einigten sich letztlich unter Vermittlung Ägyptens und der Vereinten Nationen auf eine Waffenruhe, die jedoch brüchig geblieben ist.

Der Islamische Jihad wie auch die den Gazastreifen kontrollierende Hamas-Bewegung werden von EU und USA als Terrororganisation eingestuft. Sie haben sich die Zerstörung des jüdischen Staates auf die Fahnen geschrieben.

Israel hat vor zwölf Jahren eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen.


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