LASK und WAC vor EL-Spielen mit unterschiedlichen Formkurven

Vor dem Abschluss der Gruppenphase in der Fußball-Europa-League am Donnerstag zeigen die Formkurven des LASK und des WAC in unterschiedliche Richtungen. Die Linzer feierten am Samstag im Duell der beiden Europacup-Starter einen 3:1-Erfolg in Wolfsberg, rehabilitierten sich damit für das Heim-0:4 in der Vorwoche gegen Rapid und haben alle neun Bundesliga-Auswärtspartien in dieser Saison gewonnen.

Im Gegensatz dazu setzte es für die Kärntner die fünfte Niederlage aus den jüngsten sechs Bewerbsmatches. Seit dem Abschied von Trainer Gerhard Struber Richtung Barnsley ging der WAC unter Interimscoach Mohamed Sahli vor der letzten Europa-League-Partie auswärts gegen AS Roma einmal als Sieger und dreimal als Verlierer vom Platz.

Der LASK hingegen zementierte Platz zwei ein - der Vorsprung auf die Wolfsberger wuchs auf elf Punkte an, der Rückstand auf Spitzenreiter Red Bull Salzburg beträgt weiterhin zwei Zähler. Nun geht es im Heimspiel gegen Sporting Lissabon um den Gruppensieg, der Aufstieg ins Sechzehntelfinale wurde bereits zuvor fixiert.

Daher könnten die Linzer dem Duell mit den Portugiesen eigentlich relativ entspannt entgegenblicken, doch der Hunger bei Trainer Valerien Ismael ist nach wie vor groß. „Unser Anliegen ist es, das Jahr 2019 sehr gut abzuschließen. Heute haben wir den ersten der letzten drei Schritte getan“, erklärte der Franzose, der mit seiner Mannschaft nach dem Sporting-Match noch vor eigenem Publikum auf Sturm Graz trifft.

Der WAC beendet das Kalenderjahr ebenfalls am kommenden Sonntag mit dem Auswärtsspiel gegen die Austria, davor steht noch die Dienstreise nach Rom - möglicherweise samt Vatikan-Besuch - auf dem Programm. „Wir nehmen dieses Match sehr ernst und wollen den Verein und den österreichischen Fußball gut vertreten“, betonte Sahli. Die Italiener benötigen einen Punkt, um den Aufstieg in die K.o.-Phase sicherzustellen, die WAC steht schon vor dem Auftritt im Römer Olympiastadion als Gruppenletzter fest.

Die beiden Partien in der kommenden Woche bieten für die Kärntner den Abschluss eines intensiven Herbstes. Der bevorstehende Urlaub kommt für die Wolfsberger, die fast immer mit derselben Anfangsformation antraten, gerade recht. „Wir merken schon, dass die Winterpause näherrückt“, gab Sahli zu. Der gebürtige Tunesier wird im Frühjahr aufgrund der fehlenden UEFA-Pro-Lizenz wieder in die zweite Reihe rutschen. Wer den Posten des Cheftrainers übernimmt, soll laut Club-Präsident Dietmar Riegler bis Weihnachten entschieden werden.

Keine Trainerdebatten werden in Hartberg geführt, schließlich darf sich der TSV schön langsam auf die Teilnahme an der Meistergruppe einstellen. Durch den 3:2-Heimsieg über den SKN St. Pölten vergrößerte der Tabellensechste den Vorsprung auf die siebentplatzierte Austria zumindest für einen Tag auf acht Punkte. „Die Mannschaft hat heute eine richtig gute Antwort gezeigt“, meinte Trainer Markus Schopp mit Blick auf das vorwöchige 0:5-Debakel bei der Austria.


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