Tiroler soll Bekleidungsfirma um mehr als 80.000 Euro geprellt haben

Bereits im Dezember klickten für den 27-Jährigen die Handschellen. Wie Ermittlungen der Polizei seitdem gezeigt haben, ist die Schadenssumme deutlich höher als zunächst angenommen.

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Hall in Tirol – Akute Geldnot hat einen 27-jährigen Österreicher im vergangenen Jahr zum Betrüger werden lassen: Bereits im Dezember teilte die Polizei mit, dass der Tiroler damit einen Schaden im unteren fünfstelligen Eurobereich angerichtet hat. Wie weitere Ermittlungen der Beamten aus Innsbruck-Hötting und Hall in Tirol nun ergeben haben, dürften 190 Taten mit einer Schadenssumme von mehr als 80.000 Euro auf das Konto des Mannes gehen.

Der Modus Operandi des 27-Jährigen war seit Ende Juli 2019 immer der gleiche: Unter Verwendung falscher Personalia tätigte er Bestellungen bei einer Bekleidungsfirma und ließ sich die Pakete an unterschiedliche Pick-Up-Stationen liefern. Beim Abholen legte er dann eine gefälschte Ausweiskopie vor und verschwand mit der Ware, ohne jemals die ausstehenden Rechnungen zu bezahlen. Am 6. Dezember flog die Masche des Tirolers schließlich auf: Als er gegen 15.25 Uhr ein weiteres Paket in Hall abholen wollte, schlugen die Ermittler zu und nahmen ihn fest.

Der Mann zeigte sich in einer ersten Einvernahme in 40 Betrugsfällen geständig, hieß es im Dezember seitens der Polizei. Er wurde in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert und befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft. (TT.com)


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