Einspruch der Betreiber stattgegeben: Lizum-Sujet doch nicht sexistisch

„Eine verächtlich machende, verspottende oder die Gleichwertigkeit der Geschlechter infrage stellende Darstellungsweise“ sei nicht gegeben, so die Begründung.

Der Ethik-Senat des Österreichischen Werberates hat dem Einspruch der Axamer Lizum (im Bild die Standseilbahn) stattgegeben.
© TT / Thomas Böhm

Innsbruck, Wien — Kommando zurück. Die Entscheidung des Österreichischen Werberates, wonach ein Werbesujet der Axamer Lizum, auf dem eine Frau in weißem Feinripp-Shirt zu sehen ist, sexistisch sei, und zum Stopp der Kampagne aufzurufen, wurde aufgehoben. Der Ethik-Senat des Werberates gab damit dem Einspruch der Skilift-Betreiber statt.

Seit Kurzem sorgt das Foto und die dazu kommunizierte Botschaft („Perfekt präpariert! Die olympische Damenabfahrt wartet auf dich") für kontroverse Diskussionen. Die Verantwortlichen der Axamer Lizum hatten sich stets gegen den Vorwurf des Sexismus verwehrt.

Warum wurde die Entscheidung des Werberates jetzt aufgehoben? In der Begründung, die gestern Nachmittag veröffentlicht wurde, heißt es, „dass eine verächtlich machende, verspottende oder die Gleichwertigkeit der Geschlechter infrage stellende Darstellungsweise sowie eine auf Geschlechtsmerkmale reduzierende Darstellungsweise nicht gegeben" sei. Auch eine „Würde verletzende" oder „anderweitig diskriminierende Darstellungsweise" will der Ethik-Senat nicht eindeutig erkannt haben, weshalb der Aufruf zum Kampagnen-Stopp überzogen gewesen sei.

Niemand hätte mit der Werbung beleidigt werden sollen, kommentierte die Axamer Lizum den Beschluss des Ethik-Senats in einer ersten Stellungnahme in den sozialen Netzwerken. Ziel der Kampagne sei es gewesen „in ansprechender und zeitgemäßer Form" zu werben. Dies werde auch in Zukunft so beibehalten werden. (bfk)

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