Afra-Aktion knackte die halbe Million

Der „Hl. Strohsack“ von Reiner Schiestl brachte mehr als 47.000 Euro. Damit wurden binnen 16 Jahren knapp 530.000 Euro für Frauen-Initiativen lukriert.

47.400 Euro steuerte die Lithographie „Hl. Strohsack“ des Künstlers Reiner Schiestl (l.) zum Gesamtergebnis seit 2004 bei.
© Ploder

Wildermieming –Anlässlich der 1700-Jahr-Feier der Hl. Afra und des 20-jährigen Bestehens des Unternehmens Stecher & Stecher, Tirols einziger Steindruckerei, war 2004 eine Benefizlithografie nach dem Entwurf von August Stimpfl entstanden. Der Erlös sollte der Aktion Frauen helfen Frauen und den Tiroler Frauenhäusern zugutekommen. „Wir ,drucken‘ uns nicht vor der Verantwortung“, lautete die Devise von Walter, Günther und Annaliese Stecher angesichts der bestehenden Gewalt gegen Frauen.

„Paul Flora erklärte sich spontan bereit, sich ebenfalls in den Dienst der Sache zu stellen“, erinnert sich Günther Stecher, „so entstand aus der einmaligen Aktion eine Reihe, deren Ende nicht abzusehen ist.“ Mit Herbert Danler, Chryseldis Hofer-Mitterer, Franz Pöhacker, Patricia Karg, Walter Nagl, Robert Scherer, Anton Christian, Jos Pirkner, Elmar Kopp, Nino Malfatti, Franz Mölk, Leander Kaiser und Reiner Schiestl stellten sich weitere international renommierte Tiroler Künstler in den Dienst der Aktion. „Die Afra-Edition erfreut sich unter Sammlern bereits großer Beliebtheit“, freut sich Annaliese Stecher, „es gibt bereits eine große Anzahl von Käufern, die alle bisher erschienenen Werke besitzen.“ Die meisten der limitierten und signierten Blätter sind vergriffen.

Der Erlös der heurigen Lithografie „Hl. Strohsack“ von Reiner Schiestl erzielte 47.400 Euro, die bei der traditionellen Adventfeier im Haus der Familie Stecher übergeben wurden. Damit überstieg die Gesamtsumme der Spenden mit knapp 530.000 Euro die Halbe-Million-Marke deutlich. „Dank der Unterstützung der Afra-Aktion war es möglich“, so Gabi Plattner, Leiterin der Tiroler Frauenhäuser, „dass im September ein neues Frauenhaus eröffnet werden konnte.“ Anneliese Junker, Obfrau der Aktion Frauen helfen Frauen, berichtete von einer gezielten Hilfe für sehr junge Frauen, die durch die Spenden finanziert werden kann. (tp)


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