Ein angezählter Legionär und die Mentalitäts-Frage

Auf die Volleyballer der Hypo Tirol Alpenvolleys warten die Wochen der Wahrheit: Heute (19 Uhr) startet gleich das europäische Abenteuer.

Glänzt mit starken Leistungen auf dem glänzenden Parkett: Niklas Kronthaler (l.) gehört zum Stamm-Personal der Alpenvolleys.
© Alex Pauli/Alpenvolleys

Von Daniel Suckert

Unterhaching –Vier Spiele in zwei Wochen und dazu 6000 Reise-Kilometer – für die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching kommt es vor dem Weihnachtsfest noch knüppeldick. Für Headcoach Stefan Chrtiansky alles eine Frage der Mentalität – Legionär Max Staples hat der Headcoach bereits angezählt.

Heute (19 Uhr, sporttotal.tv) gastiert in der ersten CEV-Cup-Runde gleich der finnische Meister Sastamala in Unterhaching. Danach geht es nach Giesen (Samstag), am 17. Dezember wartet das CEV-Rückspiel in Finnland und am 21. Dezember darf man in Unterhaching die Volleyballer aus Lüneburg begrüßen.

Für Headcoach Chrtiansky sind das jetzt die Duelle, in denen er Sieger-Mentalität von seiner Truppe erwartet. „Das wird ganz wichtig und hier erwarte ich mir absoluten Fokus auf unsere Aufgaben“, begann der Trainerfuchs auszuholen. Angesprochen auf die Zufriedenheit mit den beiden australischen Legionären, sprach der Langzeit-Trainer Klartext: „Von Max Staples sind wir echt enttäuscht. Ich habe bereits mit ihm gesprochen. Da kommt einfach zu wenig. Er ist von meinen vier Angreifern nur die Nummer vier.“

Der 25-Jährige kam Anfang des Jahres im Paket mit Jordan Richards („Er hat eine unglaubliche Sprungkraft“) und dürfte bereits schwer angezählt sein. Sollte es zu keiner Steigerung kommen, könnten die Tage des Außenangreifers am Inn bald vorbei sein.

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Das australische Trauerspiel hat aber eine österreichische Erfolgsgeschichte zu bieten: Denn mit Niklas Kronthaler überzeugt derzeit ein Hypo-Eigenbauspieler. Mit dem großen Plus auf Seiten der Annahme. Chrtiansky: „Niklas spielt derzeit auf einem konstanten Level. Das ist sehr erfreulich.“

Große Freude regiert auch beim Libero und Publikumsliebling der Dunkelblauen, Florian Ringseis. Der Wiener trifft beim heutigen ersten internationalen Auftritt auf altbekannte Gesichter. Mit Sastamala bejubelte er vor zwei Jahren noch den Gewinn des finnischen Doubles (Meister, Pokalsieger). „Ich freue mich, auf meine alten Freunde zu treffen. Das Team ist stark, bei ihnen hat fast jeder Nationalteam-Erfahrung. Wir haben trotzdem gute Chancen“, gab Ringseis die Marschrichtung vor. Vor allem Mikko Esko steht bei Sastamala in der Auslage. Der 41-Jährige gilt als einer der besten Aufspieler und war vor 18 Jahren auch in Unterhaching engagiert.

Ein Wiedersehen wird es auch am Samstag in Giesen geben. Da wartet mit Alex Tusch ein ehemaliges Hypo-Gesicht. Der Tiroler „Weltenbummler“ steht seit heuer in Giesen unter Vertrag und hat schon bei seiner Ankunft einen heißen Tanz gegen sein Ex-Team prognostiziert.

Zuvor müssen die Alpenvolleys aber heute gegen die Finnen glänzen. Marketingchef Christian Sigl rechnet mit einem vollen Haus. Das sollte die Dunkelblauen noch mehr beflügeln.


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