Freizeiteinrichtung KaBooom in Kaltenbach: Politstreit über Finanzierung

Das Thema Finanzierung der neuen Freizeiteinrichtung KaBooom in der ehemaligen Kaltenbacher Tennishalle sorgt im Gemeinderat für angespannte...

Das Thema Finanzierung der neuen Freizeiteinrichtung KaBooom in der ehemaligen Kaltenbacher Tennishalle sorgt im Gemeinderat für angespannte Stimmung. ÖVP-Listenführer Alexander Maier sagt, für ihn sei die Finanzierung der für den Umbau beschlossenen 2,4 Millionen Euro nach wie vor undurchsichtig. Laut Maier gibt es einen Beschluss über eine Drittelfinanzierung: Je ein Drittel zahlen Gemeinde, TVB und Land. „Unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde am Ende 800.000 Euro zahlt, haben wir dem Ganzen zugestimmt." Vorlegen konnte er den Beschluss nicht. Maier: „Wenn die Gemeinde am Ende nicht mehr als 800.000 Euro dazu zahlt, passt das für mich. Sonst müssen wir einen Investor ins Boot holen."

„Es gibt den genannten Beschluss nicht", ist BM Klaus Gasteiger (SPÖ) in Rage: „Alexander Maier sollte sich zurückhalten, wenn er die halbe Zeit bei Sitzungen fehlt. Ich lasse mir von ihm das Projekt nicht schlechtmachen." Laut Gasteiger sei die Drittelfinanzierung lediglich seine persönliche Zielvorgabe gewesen. „Und die habe ich nicht erreicht. Zudem will man beim Land Echtzahlen haben, also die genauen Kosten nach Abrechnung, bevor Fördergelder fließen. Das sollte Maier wissen, er arbeitet ja beim Land", sagt Gasteiger.

TVB-Obmann Ernst Erlebach verdeutlicht gegenüber der TT, dass der TVB 400.000 Euro (statt der gewünschten 800.000 €) zusteuern werde. „Mehr geht nicht, weil Teile der Halle wie etwa Bistro und Kegelbahn nicht förderbar für uns sind", argumentiert er.

Laut Gasteiger habe die Gemeinde ein für 20 Jahre fix verzinstes Darlehen über 1,2 Mio. Euro aufgenommen, gedeckt durch Mietverträge. Sie werde eine weitere Million Euro per Rahmenvereinbarung von einer zweiten Bank erhalten, damit die Firmen nach Rechnungstellung ihr Geld bekämen. Ausständige Förderansuchen werden 2020 abgewickelt.

Derzeit hat die gemeindeeigene Immobiliengesellschaft den Airparc, das Tanzstudio und das Bistro verpachtet. Kegelbahn, Squashhalle, Boulderwand und Eislaufbahn betreibt die Immo GmbH selbst. „So können wir da auch sicherstellen, dass die Eintrittskosten moderat bleiben", sagt Gasteiger. (ad)


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