Im Haifischbecken nimmt das Leid vorerst kein Ende

Das 2:4 gegen Znojmo war für die Innsbrucker Haie die sechste Niederlage in Serie. Die Tschechen feierten den ebenso vielten Erfolg en suite.

Machte sich gegen Znojmo mehrmals richtig lang – Haie-Keeper Scott Darling hatte einige starke Momente.
© Amir Beganovic

Von Alex Gruber

Innsbruck — Nach fünf Siegen in Serie und dem 4:2 in Dornbirn am Sonntag war die Favoritenrolle am Montag klar an den HC Znojmo vergeben. Die Tschechen waren zu Beginn aber nicht wirklich am Eis. Und so servierte Goalie Dominik Groh Haie-Torjäger Joel Broda die Scheibe, der sie bei seinem 13. Saisontreffer zum 1:0 (3.) ins leere Tor schieben konnte. Keine Minute später trafen die Gäste nur Metall.

Danach gestaltete sich ein offener Schlagabtausch, das 1:1 (11.) durch Petr Mrazek war aber seitens der Abwehrarbeit der Innsbrucker kollektiv zu billig. Miha Zajc und Joel Broda fanden gute Chancen zur neuerlichen Führung vor, auf der Gegenseite rettete Schlussmann Scott Darling die Hausherren auch in einigen gefährlichen Szenen vor dem Rückstand.

Nach dem zweiten Abschnitt wurde Darling von den letzten getreuen HCI-Fans unter den 1100 Zuschauern zurechtgefeiert. Zunächst vereitelte er mit einer Großtat gegen Svoboda einmal mehr einen Gegentreffer, stattdessen netzte vorne Caleb Herbert wenig später zur 2:1-Führung (27.) ein. Die hielt aber nur 13 Sekunden, weil die Haie auf Mrazek vergaßen, der völlig allein gelassen genau ins Kreuzeck traf. In der Folge avancierte der Haie-Keeper nicht nur bei einer 3:5-Unterlegenheit mehrmals zum Retter in höchster Not. Auch McRae biss sich am Stanley-Cupsieger die Zähne aus (35.).

Im dritten Drittel konnte Znojmo kaum Druck aufbauen, die Haie hielten die Tschechen sogar in Unterzahl gut vom eigenen Gehäuse fern und hätten durch Broda bald getroffen. Dann schlug aber ein Miklis-Schluss von der blauen Linie doch zum 2:3 (46.) ein, Darling sah unglücklich aus, ihm war aber offenbar die Sicht verstellt. Die ersatzgeschwächten Innsbrucker probierten noch einmal alles, kassierten aber dann mit schwindenden Kräften doch den vierten Treffer (2:4/57.).

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Am Freitag gegen Titelverteidiger und Rekordmeister KAC könnte die erste Sturmreihe mit Tyler Spurgeon, John Lammers und Jesper Thörnberg zurückkehren.


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