Bahntrasse in Langkampfen: „Ihr müsst alte Zöpfe abschneiden“

Beim Thema „Deckel“ für die neue Bahntrasse sind sich Langkampfen und die Österreichischen Bundesbahnen noch immer nicht einig. Die Bürger fürchten, Opfer eines möglichen Sparkurses zu werden.

Der Langkampfner Gemeindesaal war voll.
© Otter

Von Wolfgang Otter

Langkampfen –Die Langkampfner brachten es am Montagabend bei der Gemeindeversammlung auf den Punkt: „Wir wollen nur das, was andere auch bekommen haben“, „Hier geht es um ein Bauwerk, das zwei Jahrhunderte steht, da darf das Geld keine Rolle spielen“, „Alte Zöpfe müssen abgeschnitten und neu geflochten werden“ – so lauteten die Wortmeldungen. Der „Deckel“ auf den teils in einer Wanne mit bis zu zehn Metern Tiefe geführten dritten und vierten Gleisen war auch an diesem Abend das beherrschende Thema. Adressaten der Botschaften waren die Vertreter der ÖBB, die nach Langkampfen gekommen waren, um mit dem Gemeinderat zu diskutieren und danach allen Bürgern Rede und Antwort zu stehen. Aber da nützte auch nichts, dass Arnold Fink das „Prinzip Minus 5 Dezibel“ auf den gesetzlichen Lärmschutzrichtlinien versprach. Soll heißen: Wo die ÖBB nur 55 Dezibel garantieren müssten, beschränken sie sich freiwillig auf 50 Dezibel „an der Hausfassade“. Die Langkampfner blieben trotzdem äußerst skeptisch und teils emotionsgeladen.

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