Acht, zehn und zwölf Monate Haft für dilettantische Bankomatknacker

Drei Moldawier (21, 23, 29) sind bislang nicht gerade auf die Butterseite des Lebens gefallen. Als Bauarbeiter in Osteuropa hatten sie hohe ...

Innsbruck war zweiter Prozessort für die Einbrecher.
© De Moor

Drei Moldawier (21, 23, 29) sind bislang nicht gerade auf die Butterseite des Lebens gefallen. Als Bauarbeiter in Osteuropa hatten sie hohe Schulden aufgeschlagen — eine kriminelle Karriere sollte es richten. Aber auf der schiefen Bahn sollte man trittfest sein — bislang ist das Trio jedoch noch jedes Mal ausgerutscht. So ging es im März zu einer Tiroler Raika-Filiale, um dort den Bankomaten zu knacken. Das hätte sich gelohnt, betrug doch die Befüllmenge zur Tatzeit stolze 180.000 Euro. Die mit Brecheisen bewaffneten Einbrecher scheiterten jedoch kläglich und mussten ohne Beute abrücken. Auf dem Video der Bank stach dann vor allem die auffällige Kleidung der Moldawier hervor, u. a. ein Paar Turnschuhe mit plateauartiger weißer Sohle. Schon einen Tag später schlug das Trio bei einem Bankomaten in Oberösterreich zu. Selber „modus operandi", selbe Bekleidung — und wieder am Bankomatbehälter gescheitert. Bald war das Trio anhand des Autos und von Erkennungsmerkmalen ausgemacht, jedoch trotz internationaler Fahndung scheinbar spurlos verschwunden. Erklärung: Auf der Flucht durch Deutschland wollte das Trio einen Firmentresor aufbrechen. Es misslang erneut — diesmal klickten aber gleich die Handschellen. Dass das Trio in Solingen über ein halbes Jahr in U-Haft verbrachte, blieb lange unbekannt. Gestern am Landesgericht wurden deutsche Strafen bis zu einem Jahr bedingter Haft angerechnet. Über die Geständigen ergingen so „nur noch" acht, zehn und zwölf Monate Haft. Einer der Verurteilten trug Turnschuhe mit plateauartigen weißen Sohlen.

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Zur Schadenswiedergutmachung wurde gestern diversionell eine 51-Jährige verurteilt. Sie hatte als Pflegerin ein älteres Ehepaar im Wipptal regelrecht ausgeplündert. Bargeld und Schmuck wanderte aus Kästen in die Taschen der Frau. Schmuck und Geld sind weg. 3250 Euro muss die Frau nun abstottern. (fell)

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