Blasphemie? Geschenkehersteller sorgt mit Weihnachtskarte für Empörung

Eine Weihnachtskarte eines britischen Geschenkeherstellers mit der Aufschrift „Maria muss einfach zugeben, dass sie mit jemand anderem geschlafen hat“ sorgt für Empörung.

"Maria muss einfach zugeben, dass sie mit jemand anderem geschlafen hat", heißt es auf der Karte.
© lovelayladesigns.co.uk

Pontefract — Der britische Geschenkehersteller Love Layla sorgt mit humorvollen Weihnachtskarten bei Christen-Gruppen in den sozialen Medien derzeit für Entrüstung. Denn auf den nicht ganz ernst gemeinten Sujets wird unter anderem die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria infrage gestellt. Einige Gruppen fordern sogar, dass die Karten aus dem Handel genommen werden.

„Maria muss einfach zugeben, dass sie mit jemand anderem geschlafen hat", heißt es auf einer Weihnachtskarte, auf der Maria, Josef und Jesus abgebildet sind. Auf einer anderen Karte steht der Spruch: „Jesus wurde geboren, um Arschlöcher wie dich zu retten", über einer Abbildung des erwachsenen Jesus.

Empörung bei christlichen Organisationen

Unter anderem zeigt sich die Organisation Christian Action Research and Education (CARE) wenig amüsiert. „Viele Christen werden davon tief beleidigt sein. Es zeigt eine fundamentale Heuchelei, dass einige Menschen es für akzeptabel halten, das Christentum zu verspotten, zu verunglimpfen und zu beleidigen", meint CARE-Sprecher James Mildred.

Love-Layla-Gründerin Stacey Dennis sieht die Weihnachtskarten dagegen als etwas Positives. „So, wie dieses Jahr verlaufen ist, brauchen die Leute etwas, das sie zum Lachen bringt. Bei Weihnachten geht es nicht nur um Religion, sondern auch darum, Spaß zu haben und sich zu freuen. Wir wollen nur witzig und originell sein und niemanden absichtlich beleidigen", so Dennis.

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Love Layla ist bereits in der Vegangenheit mit seinen mit schwarzem Humor versehenen Produkte aufgefallen. So bietet das Unternehmen Karten für Lehrer, mit denen Eltern ihnen sagen konnten „Gott sei Dank, dass mein Kind Sie im nächsten Schuljahr nicht als Lehrer hat". Im Gegenzug können Lehrer mit der Karte „Gott sei Dank, dass ich Ihr Kind im nächsten Schuljahr nicht unterrichten muss", kontern. (pte, TT.com)


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